Kurz vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko droht dem iranischen Team erneut Ärger mit der Einreise. Nach Angaben des iranischen Fußballverbands warten die Spieler und Offiziellen weiterhin auf die erforderlichen Visa für die USA. Verbandschef Mehdi Taj erklärte am Donnerstag, dass ein entscheidendes Treffen mit der FIFA anstehe.
Treffen mit FIFA soll Lösung bringen
„Morgen oder übermorgen werden wir ein entscheidendes Treffen mit der FIFA haben. Sie müssen uns Garantien geben, denn das Visaproblem ist noch immer nicht gelöst“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur IRNA Taj. Bislang habe man keinerlei Informationen darüber erhalten, wem Visa erteilt wurden. „Bislang wurden keine Visa ausgestellt“, so Taj weiter.
Fingerabdrücke in Ankara oder Antalya?
Laut Taj sollen die Spieler im Rahmen des Visaverfahrens ihre Fingerabdrücke in der türkischen Hauptstadt Ankara abgeben. Der Verband versuche jedoch, dies in Antalya zu arrangieren, um eine Reise nach Ankara zu vermeiden. Iran befindet sich seit dem 28. Februar im Krieg mit den USA und Israel, und beide Länder unterhalten seit 1980 keine diplomatischen Beziehungen mehr.
Zweifel an Teilnahme wegen Nahost-Konflikt
Aufgrund des Nahost-Konflikts hatte es immer wieder Zweifel an der Teilnahme des Iran bei der Endrunde gegeben. Besonders nachdem die iranische Delegation ihre Teilnahme am FIFA-Kongress in Vancouver, Kanada, abgesagt hatte, wuchsen die Spekulationen. US-Außenminister Marco Rubio betonte zwar, iranische Spieler seien willkommen, schloss jedoch Einreiseverbote für Delegationsmitglieder mit Bezug zu den Revolutionsgarden nicht aus.
WM-Start gegen Neuseeland in Los Angeles
Die Iraner, die ihr WM-Lager in Tucson, Arizona, geplant haben, sollen am 15. Juni in Los Angeles gegen Neuseeland in die WM starten. Weitere Gruppengegner sind Belgien und Ägypten. Am Mittwoch wurde das Team in der Hauptstadt Teheran mit einer Zeremonie verabschiedet. Die Zeit drängt, denn ohne Visa ist eine Einreise in die USA nicht möglich.



