Eskalation im Nahen Osten: Israel fliegt neue Angriffe auf Teheran, Iran schlägt zurück
Israel fliegt neue Angriffe auf Teheran, Iran schlägt zurück

Eskalation im Nahen Osten: Israel fliegt neue Angriffe auf Teheran

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Bei der Angriffswelle handelte es sich um Ziele "im Herzen des iranischen Terrorregimes", wie das israelische Militär in einer offiziellen Stellungnahme erklärte. Die israelische Luftwaffe führte groß angelegte Angriffe durch, um die Luftüberlegenheit zu erlangen und den Weg nach Teheran zu ebnen.

Iran reagiert mit massiven Vergeltungsschlägen

Als Reaktion auf die israelischen Angriffe feuerte Iran Raketen auf Israel ab und griff zusätzlich Ziele in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. In diesen Staaten befinden sich wichtige Stützpunkte des US-Militärs. Der Schiffsverkehr in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus wurde von Iran eingeschränkt, was erhebliche Auswirkungen auf den weltweiten Energiehandel haben könnte.

Die iranischen Gegenattacken sind massiv und haben bereits zu erheblichen Schäden in der Region geführt. In Dubai wurden mehrere bekannte Einrichtungen getroffen, darunter der Internationale Flughafen und das Luxushotel Burj al-Arab. Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben an, 132 von 137 abgefeuerten ballistischen Raketen und 195 von 209 Drohnen abgewehrt zu haben.

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Tod hochrangiger iranischer Führungspersönlichkeiten

Bei den Angriffen sind mehrere hochrangige iranische Führungspersönlichkeiten ums Leben gekommen. Der iranische Generalstabschef der Streitkräfte, Abdolrahim Mousavi, wurde getötet, wie iranische Medien berichten. Zuvor war bereits der Tod des Anführers der iranischen Revolutionswächter, Mohammad Pakpour, und des Vorsitzenden des nationalen Verteidigungsrats, Ali Shamkhani, bekannt gegeben worden.

US-Präsident Donald Trump bestätigte zudem den Tod von Irans Oberstem Führer Ali Khamenei, der bei den Angriffen am Samstagmorgen getötet worden sein soll. "Khamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Iranische Staatsmedien bestätigten später den Tod Khameneis und riefen eine 40-tägige Staatstrauer aus.

Versuche, US-Konsulate zu stürmen

Parallel zu den militärischen Auseinandersetzungen kam es zu gewaltsamen Protesten gegen US-Einrichtungen. Hunderte Menschen versuchten, das US-Konsulat in der pakistanischen Hafenstadt Karatschi zu stürmen. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften, die Schlagstöcke und Tränengas einsetzten, wurde mindestens ein Demonstrant getötet und mehrere weitere verletzt.

Auch im Irak versuchten Demonstranten, die sogenannte Grüne Zone in Bagdad zu stürmen, in der sich mehrere Botschaften befinden, darunter die der USA. Sicherheitskräfte setzten scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Menge aufzulösen.

Internationale Reaktionen und politische Entwicklungen

Die EU-Außenminister kamen zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um über die Eskalation im Nahen Osten zu beraten. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas verurteilte die "wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn", die die Gefahr bergen, die Region in einen größeren Krieg zu ziehen.

SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich forderte von den USA und Israel Transparenz zu den Beweggründen ihres Handelns und eine Feuerpause, damit Zivilisten sich in Sicherheit bringen könnten. "Die israelische Regierung hat den militärischen Eingriff als präventive Reaktion gerechtfertigt. Solange sie jedoch ihre Erkenntnisse nicht öffentlich darlegt, werden Zweifel bleiben", sagte Mützenich dem "Tagesspiegel".

Alltag inmitten der Krise

In Israel mussten Millionen Menschen innerhalb von 24 Stunden rund 20 Mal wegen Raketenangriffen in Schutzräume flüchten. Ein Korrespondent in Tel Aviv berichtete, bereits elfmal an einem Tag in verschiedene Schutzräume gerannt zu sein. In den Bunkern mischen sich Angst und Alltag – Kinder verkleiden sich für das jüdische Freudenfest Purim, während draußen die Sirenen heulen.

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Die australische Außenministerin Penny Wong warnte Bürgerinnen und Bürger vor Reisen nach Israel, in den Libanon und mehrere Golfstaaten. Die sich rasch entwickelnden Ereignisse im Nahen Osten stellen eine erhebliche Gefahr für die regionale Stabilität dar und könnten weitreichende internationale Konsequenzen haben.