Israel startet neue Angriffswelle auf Teheran - US-Verluste steigen auf sechs Soldaten
Israel greift Teheran an - US-Verluste steigen

Eskalation im Nahen Osten: Israel startet neue Angriffswelle auf Teheran

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran gestartet. Augenzeugen berichteten von heftigen Explosionen in verschiedenen Stadtteilen, während der iranische Staatssender PressTV meldete, dass das Gelände der IRIB-Rundfunkanstalt gezielt attackiert worden sei.

Evakuierungsaufruf für Teheraner Stadtteil

Kurz vor Beginn der Angriffe hatte ein Sprecher der israelischen Armee auf Persisch im Internet einen bemerkenswerten Aufruf veröffentlicht. Alle Bewohner des Stadtteils Evin wurden aufgefordert, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen. Dazu wurde eine detaillierte Karte der Hauptstadt mit dem markierten Gefahrengebiet veröffentlicht.

»Liebe Bürgerinnen und Bürger, zu Ihrer Sicherheit und Gesundheit bitten wir Sie dringend, das auf der Karte markierte Gebiet unverzüglich zu verlassen. Ihre Anwesenheit in diesem Gebiet gefährdet Ihr Leben«, lautete die auf Persisch verfasste Warnung. Allerdings dürfte diese Warnung die meisten Menschen in Iran kaum erreicht haben, da die Behörden das Internet im Land nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am vergangenen Samstag weitgehend gesperrt haben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

US-Verluste steigen auf sechs Einsatzkräfte

Parallel zu den israelischen Angriffen auf Teheran meldeten die Streitkräfte der USA weitere Verluste. Nach Angaben des für die Region zuständigen US-Kommandos (Centcom) wurden die Überreste zweier vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe auf Iran getroffen worden war. Damit sind nun seit Beginn des Militäreinsatzes gegen Iran insgesamt sechs US-Einsatzkräfte ums Leben gekommen.

Das US-Kommando teilte weiter mit, dass die Kämpfe in der Region unvermindert andauern. Die Identität der Gefallenen werde nach der Benachrichtigung der Angehörigen noch 24 Stunden lang zurückgehalten, um den Familien angemessene Privatsphäre zu gewährleisten.

Weltkulturerbe in Teheran beschädigt

Bei den Angriffen auf Teheran wurde offenbar auch kulturelles Erbe in Mitleidenschaft gezogen. Der historische Golestan-Palast in Teheran ist iranischen Medienberichten zufolge bei einem Angriff auf den nahegelegenen Arag-Platz am Sonntagabend von Druckwellen getroffen worden. Nach Angaben der Nachrichtenagenturen Isna und Mehr wurden Fenster, Türen und wertvolle Spiegel des Palastes beschädigt.

Die UNESCO äußerte daraufhin ihre »Besorgnis über den Schutz der Kulturerbestätten angesichts der eskalierenden Gewalt im Nahen Osten«. Die Organisation betonte, sie habe allen beteiligten Konfliktparteien die geografischen Koordinaten der Welterbestätten sowie weiterer Stätten von nationaler Bedeutung mitgeteilt, um mögliche Schäden zu vermeiden.

Iranische Marine aus Golf von Oman verschwunden

Das US-Militär meldete zudem eine bedeutende Entwicklung im Golf von Oman. Nach Angaben des für die Region zuständigen US-Kommandos im Nahen Osten (Centcom) hat die iranische Führung keine Schiffe mehr im Golf von Oman stationiert. Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, die in dem strategisch wichtigen Gewässer operiert hätten.

»Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei«, erklärte das US-Kommando in einer offiziellen Stellungnahme. US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen und sichern. US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth hatten die Zerstörung der iranischen Marine zuvor als eines ihrer primären Kriegsziele benannt.

Eskalation setzt sich fort

Die jüngsten Entwicklungen markieren eine weitere Eskalationsstufe im bereits seit Tagen andauernden Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran. Während die USA und Israel weiterhin Ziele in Iran angreifen, antwortet Teheran mit gezielten Gegenschlägen. Die humanitäre Situation in der Region verschlechtert sich zusehends, während die diplomatischen Bemühungen um eine Deeskalation bisher ohne durchschlagenden Erfolg geblieben sind.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit wachsender Sorge, insbesondere angesichts der Gefahr einer weiteren regionalen Ausweitung des Konflikts und der zunehmenden Zahl ziviler Opfer sowie der Beschädigung kulturell bedeutender Stätten.