Israelische Truppen vereiteln geplanten Raketenangriff im Südlibanon
Israelische Soldaten haben bei einem gezielten Einsatz im Südlibanon mehrere bewaffnete Mitglieder der Hisbollah festgenommen. Die Männer wurden laut offiziellen Angaben der israelischen Armee „zur weiteren Befragung“ nach Israel gebracht. Bei der Operation gaben die Angreifer auf, nachdem sie von den israelischen Truppen gestellt worden waren.
Geplanter Raketenangriff auf israelische Soldaten
Laut israelischen Militärquellen sollen die festgenommenen Hisbollah-Mitglieder versucht haben, eine Rakete auf israelische Soldaten abzufeuern. Zudem hätten sie einen Stützpunkt für Raketenangriffe auf Israel aufbauen wollen. Bei der Festnahme konnten die israelischen Truppen große Mengen an Waffen und militärischer Ausrüstung sicherstellen, was die Ernsthaftigkeit der Bedrohung unterstreicht.
Hintergrund und Herkunft der Terroristen
Ersten Informationen zufolge reisten die Terroristen zu Kriegsbeginn aus dem Ost-Libanon in den Süden des Landes. Das teilte das israelische Militär am Sonntagabend mit. Die israelische Armee führt weiterhin „gezielte Bodeneinsätze im Südlibanon“ durch und wirft dabei der libanesischen Armee Versagen vor. Konkret geht es darum, die Terrorgruppierung wie vereinbart zu entwaffnen und deren militärische Präsenz im Südlibanon zu stoppen. Eine unabhängige Bestätigung dieser Vorwürfe steht derzeit noch aus.
Bruch der Waffenruhe und internationale Reaktionen
Hintergrund der aktuellen Festnahmen ist die Eskalation Anfang März, als sich die Hisbollah auf Seiten Teherans in den Krieg zwischen Israel und Iran einmischte. Zum ersten Mal seit der Waffenruhe vom November 2024 feuerte die Miliz wieder Raketen auf Israel ab. Daraufhin begannen die israelischen Streitkräfte eigenen Angaben zufolge „begrenzte und gezielte Bodeneinsätze“ im südlibanesischen Gebiet.
Deutschland und weitere Staaten mahnen zur Zurückhaltung – auch viele Libanesen haben Angst vor einer großen Bodenoffensive. Die Situation bleibt angespannt, während Israel weiterhin darauf besteht, dass die libanesische Armee ihrer Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah nicht nachkommt.



