CDU-Politiker Kiesewetter warnt: Irans Raketen bedrohen Berlin und München
Kiesewetter: Irans Raketen bedrohen Berlin und München

CDU-Außenpolitiker Kiesewetter warnt: Irans Raketen bedrohen deutsche Städte

Der CDU-Politiker und Oberst a.D. Roderich Kiesewetter hat eindringlich vor der Gefahr gewarnt, die vom Iran für Europa und insbesondere Deutschland ausgeht. In einem aktuellen Interview betonte der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim, dass das ballistische Raketenprogramm des Iran eine Reichweite von 4000 Kilometern habe und damit deutsche Metropolen wie Berlin und München erreichen könne.

USA verfolgen keine Regimewechsel-Strategie

Laut Kiesewetter streben die USA unter Präsident Donald Trump im aktuellen Konflikt mit dem Iran keinen Systemwechsel an. Stattdessen ziele die Trump-Administration darauf ab, die nuklearen und militärischen Fähigkeiten Teherans zu zerstören. „Eine nachhaltige Strategie erkenne ich aufseiten der Amerikaner nicht“, kritisierte der Außenpolitiker. Die Bedrohung durch den Iran bleibe jedoch bestehen, solange das derzeitige Regime an der Macht sei.

Iran verfügt über nukleare Fähigkeiten

Kiesewetter wies darauf hin, dass der Iran seit Jahren nukleare Fähigkeiten entwickle, die der internationalen Kontrolle entzogen würden. Zudem unterstütze das Regime Terrorgruppen wie Hamas, Hisbollah und Huthis und erkenne das Existenzrecht Israels nicht an. „Die Bedrohung wird erst beendet sein, wenn es einen Systemwechsel gibt“, betonte der Politiker.

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Deutschland sollte iranische Opposition unterstützen

Der CDU-Politiker forderte eine aktivere Unterstützung der iranischen Opposition durch die Bundesregierung. „Es kommt darauf an, dass wir der iranischen Opposition ein Gesicht geben“, sagte Kiesewetter. Konkret schlug er vor:

  • Öffentliche Gespräche mit Oppositionsvertretern
  • Technische Unterstützung durch VPN-Server
  • Ausweisung iranischer Diplomaten

Die iranische Bevölkerung wolle seit vielen Jahren die derzeitige Regierung loswerden, doch die westliche Politik habe eher zur Systemstabilisierung beigetragen.

Iranische Schläfer in Europa

Besorgniserregend sei laut Kiesewetter die Präsenz iranischer „Schläfer“ in Europa, die potenziell Anschläge verüben könnten. Dies habe bereits zu verstärkten Schutzmaßnahmen für israelische und jüdische Einrichtungen in Deutschland geführt. Der Iran verfüge nach wie vor über Einfluss auf verschiedene Terrorgruppen und unterstütze weiterhin Russland.

Sanktionen zeigen begrenzte Wirkung

Trotz jahrelanger internationaler Sanktionen habe das iranische Regime sein militärisches Potenzial aufrechterhalten können. Kiesewetter erklärte, das Regime sei ein „Meister der Sanktionsumgehung“. Deutschland bleibe der größte Handelspartner des Iran in der Europäischen Union, und es gebe Hinweise darauf, dass Technik aus Deutschland über bestimmte Firmen in den Iran gelangt sei.

Auswirkungen auf den Ukraine-Krieg

Der Konflikt im Nahen Osten habe direkte Auswirkungen auf den Krieg in der Ukraine. Kiesewetter wies darauf hin, dass die USA ihre militärische Unterstützung für die Ukraine drastisch reduziert hätten, um Ressourcen für den Nahen Osten verfügbar zu machen. „Wenn der Erhalt der Ukraine gefährdet ist, dann ist die gesamte europäische Stabilität gefährdet“, warnte der Politiker.

Forderung nach mehr Wehrhaftigkeit

In seinem kürzlich erschienenen Buch „Was wollen wir? Was können wir?“ plädiert Kiesewetter für eine wehrhaftere deutsche Gesellschaft. „Wenn wir nie wieder Krieg wollen, dürfen wir nie wieder wehrlos sein“, betonte er. Dazu gehöre ein Gesellschaftsdienst, der Integrations- und Bildungsarbeit mit Bevölkerungs- und Katastrophenschutz verbinde.

Der CDU-Politiker zeigte sich optimistisch, dass die Gesellschaft wehrhafter und krisenresilienter werden könne. Friedensabsichten ließen sich nur durch Wehrhaftigkeit umsetzen, ansonsten drohe Deutschland zum Spielball autoritärer Staaten zu werden.

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