König Charles beim Staatsbankett: Vier Gänge, Geschenke und Gags im Weißen Haus
König Charles: Vier Gänge, Geschenke und Gags im Weißen Haus

Washington (USA) – Glanz, Glamour und Politik. Der zweite Tag des USA-Besuchs von König Charles III. (77) und seiner Frau Camilla (78) endete mit einem glamourösen Staatsbankett im Weißen Haus. Das Königspaar nahm am Dienstag am sogenannten State Dinner teil – ausgerichtet von Präsident Donald Trump (79) und First Lady Melania Trump (56). Dabei gab es nicht nur ein leckeres Menü, sondern auch Geschenke und Scherze.

Nur Stunden nachdem Charles eine Rede vor dem US-Kongress gehalten hatte, erschienen Charles und Camilla beim Staatsbankett, zu dem Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Society geladen war.

Königin Camilla – Pretty in Pink

Queen Camilla trug dabei keine Tiara (anders als Queen Elizabeth 2007), setzte aber auf ein auffälliges Diamant-Collier samt rosa Abendkleid von Fiona Clare. Melania wählte ebenfalls eine rosafarbene Robe: ein trägerloses Kleid von Christian Dior. Charles und Trump erschienen im White-Tie-Dresscode. Bevor es an die fein gedeckten Tische und unter goldene Kronleuchter ging, posierten die beiden Paare noch mal fix in der Entrance Hall, dem Haupteingang für Staatsgäste im Weißen Haus, für Erinnerungsfotos. Schließlich ist das ein historischer Moment.

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Vier-Gänge-Menü beim Staatsbankett

An den festlich gedeckten Tafeln wurde den berühmten Gästen ein Vier-Gänge-Menü serviert. Es gab einen Palmherzensalat, serviert mit einer Soße aus Gartenkräutern, knusprig gerösteten Schalotten und einem Hauch von Minzsprossen. Darauf folgten Frühlingskräuter-Ravioli, gefüllt mit Ricotta und Morcheln – zubereitet mit Kräutern aus dem Küchengarten des Weißen Hauses, der einst von Michelle Obama (62, war von 2009 bis 2017 die First Lady der USA) angelegt wurde. Als Hauptgang gab es Fisch – Seezunge in brauner Butter, serviert mit Frühlingslauch, süßen Zuckererbsen und Kartoffel-Pavé. Als Dessert gab es einen Schoko-Gâteau mit Vanillecreme und Eis.

König Charles III. schenkt Trump eine Glocke

Zum Staatsbankett im Weißen Haus kam König Charles III. nicht mit leeren Händen, schenkte dem US-Präsidenten eine glänzende Glocke – mit seinem eigenen Namen darauf. Die Glocke stammt von dem 1944 gebauten britischen U-Boot HMS „Trump“. Beim feierlichen Dinner sagte Charles, das Präsent solle als „Zeugnis der gemeinsamen Geschichte und der glänzenden Zukunft der beiden Nationen“ dienen.

Charles scherzt über Trumps East-Wing-Abriss

Beim Staatsbankett blitzte aber nicht nur die Glocke, sondern auch der Humor des britischen Königs durch, als er sagte, er komme nicht drumherum, die „Anpassungen“ am Ostflügel des Weißen Hauses nach dem Besuch des US-Präsidenten auf Schloss Windsor zu bemerken. Damit spielte er auf den Abriss des East Wing an, den Donald Trump in einer Blitzaktion veranlasst hatte, um Platz für einen riesigen Ballsaal zu schaffen.

Dann legte Charles historisch nach: „Ich bedauere es zu sagen, dass wir Briten natürlich 1814 unseren eigenen kleinen Versuch des Immobilienumbaus am Weißen Haus unternommen hatten.“ Damit erinnerte er daran, dass die britische Armee 1814 das Weiße Haus im Britisch-Amerikanischen Krieg in Brand setzte – als Teil der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Der König griff außerdem Trumps frühere Bemerkung, dass ohne die Rolle der USA im Zweiten Weltkrieg alle in Europa heute Deutsch sprechen würden, auf. „Darf ich es wagen zu sagen, dass Sie ohne uns Französisch sprechen würden?“, fragte Charles die Anwesenden. Vor den Briten hatte zunächst Frankreich Kolonien auf dem amerikanischen Kontinent gegründet.

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König Charles mit klaren Botschaften

Neben Geschenken und Gags hatte König Charles allerdings auch klare Botschaften im Gepäck: In seiner Rede vor dem versammelten Kongress sprach er zuvor deutlich über die Bedeutung der Nato, auch für die Ukraine sprach sich Charles klar aus. Trump hatte zuvor immer wieder offen seinem Frust über die Nato Luft gemacht, sogar mit Austritt gedroht. Charles konterte nun: „Unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September, als die Nato erstmals Artikel 5 anwendete und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen angesichts des Terrors geschlossen auftrat, folgten wir gemeinsam diesem Aufruf – so wie es unsere Völker seit mehr als einem Jahrhundert tun.“ Das klare Signal: Die Nato war für die USA da, Trump dürfe die Nato jetzt nicht aufgeben.