Luftraumsperrung im Nahen Osten: Tausende Deutsche gestrandet - Keine Ausflüge möglich
Luftraumsperrung: Tausende Deutsche im Nahen Osten gestrandet

Luftraumsperrung im Nahen Osten: Tausende Deutsche gestrandet - Keine Ausflüge möglich

Der Luftraum über weiten Teilen des Nahen Ostens ist aktuell gesperrt, was auch zahlreiche deutsche Staatsbürger betrifft. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind rund 30.000 Deutsche von den Einschränkungen betroffen. Sie halten sich entweder direkt in der Region auf oder haben Flüge über dortige Drehkreuze gebucht. Die Sicherheitslage wird als "äußerst volatil" beschrieben, und es ist unklar, wie lange die Sperrungen andauern werden.

Außenminister Wadephul: "Das werden wir nicht machen können"

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat klargestellt, dass eine Ausfliegung der gestrandeten Deutschen nicht möglich ist. "Das werden wir nicht machen können, denn die Lufträume sind insgesamt geschlossen", sagte Wadephul der "Bild"-Zeitung. Stattdessen konzentriert sich das Auswärtige Amt darauf, die Betroffenen mit notwendigen Informationen zu versorgen. Alle deutschen Auslandsvertretungen in der Region sind geöffnet und arbeiten intensiv an der Unterstützung.

Das Auswärtige Amt hatte bereits am 28. Februar eine Reisewarnung für mehrere Länder ausgesprochen, darunter:

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  • Israel und die Palästinensischen Gebiete
  • Libanon, Jordanien, Syrien und Irak
  • Iran sowie mehrere Golfstaaten

Wadephul betonte, dass seit Wochen vor Reisen in die Region gewarnt wurde. "Das heißt, diejenigen, die dort hingereist sind, wussten auch schon ein bisschen, dass es ein Risiko gibt", so der Minister. Nach Angaben des Auswärtigen Amts befinden sich mindestens 10.000 Menschen aus Deutschland allein in der Golfregion.

Betreuung und Unterbringung für Gestrandete

Für Urlauber und andere Deutsche in der Region ist die Rückreise derzeit äußerst schwierig. Tausende Flüge sind bereits ausgefallen. Gäste, die nicht wie geplant abreisen können, werden von ihren Reiseveranstaltern betreut und bei Bedarf sicher untergebracht. Kundinnen und Kunden, die ihre Reise noch nicht angetreten haben, können kostenfrei umbuchen oder stornieren.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat die Generalbehörde für Zivilluftfahrt mitgeteilt, dass gestrandete Touristen nicht auf ihren Hotelkosten sitzenbleiben sollen. Dies betrifft alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten. Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten. Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt.

Lufthansa Group beginnt "interne Evakuierungen"

Die Lufthansa Group hat unterdessen mit sogenannten "internen Evakuierungen" begonnen. Eine Sprecherin der Austrian Airlines (AUA), die zur Lufthansa Group gehört, bestätigte, dass eine AUA-Maschine am Vormittag von Wien aus nach Maskat im Oman gestartet ist - ohne Passagiere. "Wir fliegen dort stationierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus", sagte sie dem "Kurier". Der Flughafen Maskat ist derzeit nicht gesperrt, eine Rückkehr des Fliegers nach Wien wurde für die Nachtstunden erwartet.

Ziele in Oman werden aktuell noch regulär von den meisten Fluggesellschaften angeflogen. Anders sieht die Lage in Dubai und Abu Dhabi aus: Hier wurden alle Flüge vorübergehend ausgesetzt. In Saudi-Arabien hat König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt, bis deren sichere Rückkehr möglich ist.

Die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts verzeichnet bislang eine niedrige fünfstellige Zahl von Betroffenen - also mehr als 10.000 Menschen. Dabei handelt es sich sowohl um Urlauber als auch im Ausland lebende Deutsche. Die Situation bleibt angespannt, und es ist weiterhin ungewiss, wann und wie die gestrandeten Menschen die Region verlassen können.

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