US-Handelsminister Lutnick will zu Epstein-Kontakten vor Kongress aussagen
Lutnick will zu Epstein-Kontakten vor Kongress aussagen

US-Handelsminister Lutnick stellt sich freiwillig Kongressbefragung zu Epstein-Kontakten

Der US-Handelsminister Howard Lutnick hat laut einem Medienbericht seine Bereitschaft erklärt, sich einer Befragung durch Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses zu stellen. Dabei geht es um seine früheren Kontakte zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Lutnick und Epstein waren einst Nachbarn in New York, was die Aufmerksamkeit der Ermittler auf sich gezogen hat.

Freiwillige Aussage hinter verschlossenen Türen

Das US-Portal »Axios« berichtet, dass Lutnick einer Anhörung vor einem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses zugesagt hat, die hinter verschlossenen Türen stattfinden soll. Der Ausschuss ist Teil der politischen Aufarbeitung des Missbrauchsnetzwerks von Epstein, der 2019 in Haft starb. Lutnick betonte in einer Stellungnahme: „Ich habe nichts falsch gemacht und möchte die Dinge richtigstellen.“ Der republikanische Ausschussvorsitzende James Comer bestätigte, dass der Minister proaktiv seine Kooperationsbereitschaft signalisiert habe. Ein Transkript der Befragung soll nach juristischer Prüfung veröffentlicht werden, um Transparenz zu gewährleisten.

Hintergründe und politische Reaktionen

Lutnick war in kürzlich veröffentlichten Akten des US-Justizministeriums im Zusammenhang mit Epstein erwähnt worden, was allein noch keine Schuld impliziert. Dennoch haben insbesondere demokratische Kongressabgeordnete Aufklärung über Art und Umfang der Kontakte gefordert und sogar Lutnicks Rücktritt ins Spiel gebracht. Die Befragung folgt auf ähnliche Anhörungen von Ex-Präsident Bill Clinton und der früheren Außenministerin Hillary Clinton, die bereits vor dem Ausschuss ausgesagt haben. Demokraten warfen Comer vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben, und forderten stattdessen die Befragung von Personen, die tatsächlich enger mit Epstein verkehrten.

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Lutnicks frühere Aussagen und Kontakte

Bereits im Februar hatte Lutnick vor einem Senatsausschuss erklärt, er habe „keine Beziehung“ zu Epstein und nur minimale Interaktionen mit ihm gehabt. Trotzdem geht aus veröffentlichten Dokumenten hervor, dass es auch nach 2005 noch Treffen gab, darunter einen Familienbesuch auf Epsteins Privatinsel im Jahr 2012. Lutnick hatte in einem Podcast betont, er habe sich 2005 entschieden, nie wieder mit dieser „widerlichen Person“ in einem Raum sein zu wollen. Straftaten habe er bei diesen Kontakten nie beobachtet, so der Minister. Die aktuelle Befragung zielt darauf ab, diese Widersprüche aufzuklären und die genaue Natur der Beziehung zu beleuchten.

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