Merz als Außenkanzler: CDU-Parteitag bestätigt Kurs und feiert Merkel-Comeback
Merz als Außenkanzler: CDU-Parteitag bestätigt Kurs

Merz bleibt sich als Außenkanzler treu: CDU-Parteitag in Stuttgart setzt auf Kontinuität

Stuttgart – Der CDU-Parteitag in Stuttgart stand ganz im Zeichen der Einheit und des Aufbruchs. Mit langem Applaus begrüßten die rund 1000 Delegierten nicht nur ihren Vorsitzenden Friedrich Merz, sondern auch ein besonderes Comeback: Angela Merkel, die frühere Bundeskanzlerin, war erstmals seit 2019 wieder bei einem Parteitag der Christdemokraten anwesend. Ihre Präsenz löste unter den Anwesenden große Begeisterung aus und sorgte für mediale Aufmerksamkeit.

Merkels Rückkehr und Merz' Bestätigung

Friedrich Merz zeigte sich erfreut über Merkels Erscheinen und begrüßte sie herzlich. Die Frage, ob sie als Mahnerin für die politische Mitte oder zur Unterstützung des Spitzenkandidaten Manuel Hagel gekommen sei, blieb unbeantwortet. Dennoch war ihre Anwesenheit ein starkes Symbol für die Geschlossenheit der Partei. In seiner Rede betonte Merz die Bedeutung der Außenpolitik in einer unsicheren Weltordnung, was ihm den Spitznamen „Außenkanzler“ einbrachte. Mit 91,17 Prozent der Stimmen wurde er im Amt des Vorsitzenden bestätigt, und die Delegierten applaudierten über zehn Minuten lang – auch Merkel klatschte mit.

Optimismus vor Landtagswahlen

Die CDU blickt mit großer Zuversicht auf die anstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Merz äußerte sich überzeugt von Siegen und unterstützte die Spitzenkandidaten Manuel Hagel und Gordon Schnieder. Hagel warb in Stuttgart für seine Ideen und erhielt viel Rückenwind von den Delegierten, die mit Plakaten wie „Hagel 2026 – Neue Kraft fürs Land“ seine Kampagne unterstützten. Die Partei will nach Jahren der Opposition wieder in Regierungsverantwortung kommen.

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Kursbestimmung und innenpolitische Debatten

Neben den Wahlkampfvorbereitungen ging es in Stuttgart auch um die inhaltliche Ausrichtung der CDU. Merz grenzte sich klar von der AfD ab und betonte, die Zustimmung zur Politik ausschließlich in der politischen Mitte zu suchen. Allerdings blieb der Fokus seiner Rede stark auf außenpolitische Themen wie den Krieg in der Ukraine und transatlantische Beziehungen gerichtet. Innenpolitische Aspekte wie Sozialreformen kamen kürzer zur Sprache, wurden aber von Johannes Winkel, dem Vorsitzenden der Jungen Union, aufgegriffen. Er wies auf Differenzen mit der SPD hin und betonte die Entschlossenheit der Union bei Reformvorhaben.

Herausforderungen im Wahljahr

Fünf Landtagswahlen stehen in diesem Jahr an, darunter in ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo die AfD in Umfragen führt. Die CDU sieht sich damit vor großen Herausforderungen, bleibt aber optimistisch. Der Parteitag in Stuttgart markierte einen Moment der Geschlossenheit und des Aufbruchs, mit dem die Christdemokraten gestärkt in den Wahlkampf ziehen wollen.

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