Merz attackiert Trump: Massive Eskalation im Iran-Krieg mit offenem Ausgang
Merz attackiert Trump: Massive Eskalation im Iran-Krieg

Merz attackiert Trump scharf: Massive Eskalation im Iran-Krieg mit offenem Ausgang

Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump persönlich und in scharfer Form für dessen Agieren im anhaltenden Iran-Krieg kritisiert. Auf dem renommierten F.A.Z.-Kongress 2026 warf Merz dem amerikanischen Präsidenten vor, mit seiner aktuellen Politik nicht auf Deeskalation und friedliche Lösungen hinzuarbeiten, sondern stattdessen eine massive Eskalation mit völlig offenem Ausgang zu betreiben.

Bedrohliche Eskalationen für alle Beteiligten

„Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang“, sagte der Bundeskanzler vor versammeltem Publikum. Er fügte mit ernstem Unterton hinzu: „Das sind Eskalationen, die schon bedrohlich sind. Nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle.“ Diese deutlichen Worte markieren eine erneute Verschärfung im ohnehin schon angespannten Verhältnis zwischen Berlin und Washington.

Zweifel an Regime-Change-Strategie

Merz äußerte zudem grundlegende Zweifel an der von der US-Administration verfolgten Strategie eines möglichen Regime-Change im Iran. „Ist das Thema Regime-Change wirklich das Ziel?“, fragte er rhetorisch und antwortete selbst: „Wenn das das Ziel ist, glaube ich nicht, dass sie das erreichen werden. Das ist meistens schiefgegangen.“ Der Kanzler bezog sich damit auf historische Erfahrungen mit ähnlichen außenpolitischen Interventionen.

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Vorgeschichte: Trumps Kritik an deutscher Haltung

Die scharfen Vorwürfe von Merz erfolgten vor dem Hintergrund jüngster diplomatischer Spannungen. US-Präsident Trump hatte Deutschland zuvor wegen der ausbleibenden Unterstützung bei der Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus kritisiert. Während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus bezeichnete er es als „unangemessen“, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg.“ Obwohl Trump keinen konkreten Namen nannte, schrieb er die Äußerung explizit der deutschen Spitze zu. Der umstrittene Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).

Konfrontativer werdendes Verhältnis

Die Entwicklung zeigt, wie sich das Verhältnis zwischen dem deutschen Kanzler und dem US-Präsidenten innerhalb kurzer Zeit deutlich verschlechtert hat. Bei seinem Besuch im Weißen Haus Anfang des Monats schienen sich Merz und Trump noch vergleichsweise gut zu verstehen. Inzwischen wird das bilaterale Verhältnis jedoch Tag für Tag konfrontativer, wie die jüngsten öffentlichen Auseinandersetzungen deutlich machen. Die unterschiedlichen Positionen im Iran-Konflikt drohen damit zu einem ernsthaften Belastungsfaktor für die transatlantischen Beziehungen zu werden.

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