Ramadan-Einladung im Amtssitz löst politischen Sturm aus
Der Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani (34), hat mit einer Einladung zum Fastenbrechen während des Ramadan für erhebliche Kontroversen gesorgt. Sein Gast war der palästinensische Aktivist Mahmoud Khalil (31), der für seine umstrittenen Aussagen zum Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober bekannt ist. Das Treffen fand im offiziellen Amtssitz des Bürgermeisters, der historischen Gracie Mansion, statt und wurde von Mamdani sogar öffentlich auf Instagram gefeiert.
Umstrittener Gast mit umstrittenen Ansichten
Mahmoud Khalil, der Wurzeln in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Syrien hat und früher Student der Columbia University war, hat den barbarischen Terrorangriff der Hamas als notwendigen, „verzweifelten Moment“ bezeichnet. In einem Interview erklärte er, das Massaker sei etwas gewesen, das Palästinenser „erreichen mussten“, um gehört zu werden. „Leider konnten wir einen solchen Moment nicht vermeiden“, sagte Khalil. Diese Äußerungen werden als Rechtfertigung für den schlimmsten Terroranschlag auf Israel seit dessen Staatsgründung angesehen, bei dem nach aktuellem Stand rund 1195 Menschen ermordet wurden.
Politische Reaktionen und rechtliche Probleme
Die Einladung Khalils löste in den USA scharfe Kritik aus. Bereits im März 2025 wurde Khalil von ICE-Beamten festgenommen, weil seine Aktivitäten als Gefahr für die US-Außenpolitik und als Pro-Hamas-Propaganda bewertet wurden. Die damalige Trump-Regierung verurteilte ihn scharf und warf ihm vor, „auf der Seite von Terroristen“ zu stehen. Später kamen Vorwürfe wegen falscher Angaben bei seinem Green-Card-Antrag hinzu.
Drei Monate lang saß Khalil in Abschiebehaft in Louisiana, bis ein Bundesrichter ihn vorerst auf freien Fuß setzte. Das Abschiebeverfahren läuft jedoch weiter – sein Aufenthaltsstatus in den USA bleibt ungeklärt.
Bürgermeisters überschwängliche Würdigung
Für Bürgermeister Mamdani scheinen diese Kontroversen kein Problem darzustellen. In seinem Instagram-Post lobte er Khalil überschwänglich und sprach von „Mut“ und „Solidarität“. „Mahmoud ist ein New Yorker – und er gehört nach New York City“, erklärte Mamdani. Auf dem veröffentlichten Foto ist Khalil beim Essen zu sehen, während Mamdanis Ehefrau Rama Duwaji (28) neben ihm steht und einen Teller hält.
Das Ramadan-Dinner im Amtssitz hat damit nicht nur eine politische Debatte über die angemessene Behandlung umstrittener Aktivisten ausgelöst, sondern auch Fragen nach den diplomatischen Implikationen solcher Einladungen aufgeworfen. Während Mamdani die Begegnung als Zeichen der Inklusion feiert, sehen Kritiker darin eine gefährliche Normalisierung von Terrorverherrlichung.



