Obama kontert Trumps rassistisches Affenvideo: Schamlose Clown-Show wird sich rächen
Obama kontert Trumps rassistisches Affenvideo

Obama reagiert auf rassistische Verunglimpfung durch Trump

Nach längerem Schweigen hat sich der frühere US-Präsident Barack Obama erstmals zu einem höchst kontroversen Video geäußert, das Amtsinhaber Donald Trump veröffentlicht hatte. In dem Clip werden Obama und seine Ehefrau Michelle auf Affenkörpern tanzend vor einer Dschungel-Kulisse gezeigt – eine eindeutig rassistische Darstellung, die landesweit für Empörung sorgte.

Schamlose Clown-Show ohne Anstand

In einem Interview mit dem Politik-Podcaster Brian Tyler Cohen am Samstag kritisierte Obama das Verhalten scharf. "Es gibt so eine Art Clown-Show auf den sozialen Netzwerken und im Fernsehen", sagte der Demokrat, ohne Trump direkt beim Namen zu nennen. "Es scheint keinerlei Scham mehr darüber bei Menschen zu geben, die einst dachten, dass es Anstand, einen Sinn für Anständigkeit und Respekt für das Amt geben sollte." Diese Werte seien verloren gegangen.

Obama betonte, dass die meisten US-Bürger ein solches Verhalten als "zutiefst verstörend" empfinden würden. Zugleich zeigte er sich optimistisch, dass die amerikanische Bevölkerung letztlich die richtige Antwort finden werde. "Wenn man durch das Land reist, trifft man immer noch Menschen, die an Anstand, Höflichkeit und Güte glauben", so der 44. Präsident der Vereinigten Staaten.

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Video sorgt für landesweite Empörung

Das fragliche Video war am 5. Februar auf Trumps Onlineplattform Truth Social veröffentlicht worden. Ursprünglich sollte es vermeintliche Beweise für Manipulation bei der Präsidentschaftswahl 2020 zeigen, die Trump gegen Joe Biden verloren hatte. Am Ende des Clips waren jedoch die lachenden Köpfe der Obamas auf Affenkörpern zu sehen.

Die Reaktionen fielen überparteilich scharf aus:

  • Der schwarze republikanische Senator Tim Scott bezeichnete es als "die rassistischste Veröffentlichung, die sich dieses Weiße Haus je geleistet hat"
  • Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sprach zunächst von "gespielter Empörung"
  • Das Weiße Haus entfernte das Video später und erklärte, ein Mitarbeiter habe den Beitrag "irrtümlich veröffentlicht"

Trump selbst behauptete, er habe "nur den ersten Teil angesehen und nicht das ganze Video". Gleichzeitig räumte er ein, dass der verantwortliche Mitarbeiter nicht zur Rechenschaft gezogen worden sei.

Politische Konsequenzen erwartet

Obama sagte voraus, dass ein solches Verhalten den Republikanern bei den Kongress-Zwischenwahlen im November schaden werde. "Letztlich wird die Antwort vom amerikanischen Volk kommen", betonte der Präsident der Jahre 2009 bis 2017. Er sieht in dem Vorfall ein Symptom für ein tiefergehendes Problem in der US-Politik: den Verlust von Scham und Anstand.

Der erste afroamerikanische Präsident der US-Geschichte und seine Ehefrau wurden durch das Video auf besonders perfide Weise verunglimpft. Obama machte deutlich, dass solche rassistischen Darstellungen nicht nur persönliche Beleidigungen sind, sondern die demokratischen Grundwerte der Vereinigten Staaten untergraben.

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