Schah-Sohn Pahlavi wirbt in Berlin für politischen Wandel im Iran
Pahlavi wirbt in Berlin für Wandel im Iran

Der iranische Oppositionspolitiker und letzte Schah-Sohn Reza Pahlavi hat die europäischen Regierungen aufgefordert, die Führung in Teheran nicht länger zu beschwichtigen oder mit ihr zu verhandeln. Vor der Bundespressekonferenz in Berlin sagte der 60-Jährige, es dürfe nichts legitimiert werden, was den Staatsapparat an der Macht halte. Es gehe um eine klare Veränderung: Die Menschen wollten, dass „die Monster“, die Blut an den Händen haben, nicht länger an der Macht blieben. In dem „Regime“ gebe es keine Pragmatiker oder Reformer, sie seien nur „unterschiedliche Gesichter eines Regimes“.

Pahlavi als Privatperson in Berlin

Pahlavi ist als Privatperson nach Berlin gekommen, wo er politische Gespräche führt. Er wird keine Regierungsmitglieder treffen. Der im US-Exil lebende Schah-Sohn hat sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht. Innerhalb der iranischen Opposition bleibt seine Personalie jedoch hochumstritten. Monarchistische Gruppen befürworten den letzten Sohn des Schahs als politischen Anführer der Opposition. Andere Oppositionsflügel lehnen eine Rückkehr zur Monarchie oder eine Führungsfigur aus der ehemaligen Herrscherfamilie strikt ab. Kritiker werfen ihm mangelnde demokratische Legitimation vor.

Unklarer Rückhalt im Iran

Wie viel Rückhalt Pahlavi im Land tatsächlich hat, ist unklar. Ein Grund dafür ist, dass die iranischen Behörden seit Beginn der militärischen Auseinandersetzung mit Israel und den USA am 28. Februar eine Internetsperre verhängt haben. Diese erschwert die Kommunikation und die Einschätzung der öffentlichen Meinung im Iran erheblich.

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