Der Theologe Wolfgang Palaver pflegt den Kontakt zu Milliardär Peter Thiel, der zuletzt Vorträge über den Antichristen und die Apokalypse hielt. Im Interview äußert er sich zur Radikalität der Tech-Elite und warnt: „Es wäre unverantwortlich, das Feld der Theologie den Tech-Bros zu überlassen.“
Die Gefahr einer radikalen Theologie
Palaver beobachtet mit Sorge, wie zunehmend Tech-Unternehmer wie Thiel religiöse Narrative für ihre Zwecke nutzen. „Zugespitzt hat sich in den USA ein Identitätskampf entwickelt“, erklärt er. Faschistische Demonstranten der Gruppe „Patriot Front“ zeigten bereits christliche Symbole. Der Theologe sieht darin eine Instrumentalisierung des Glaubens für politische Agenden.
Peter Thiel und die Apokalypse
Peter Thiel, Mitbegründer von PayPal und früher Facebook-Investor, hält regelmäßig Vorträge über apokalyptische Szenarien. Palaver betont, dass diese Visionen gefährlich seien, da sie eine radikale Umgestaltung der Gesellschaft forcieren. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Tech-Milliardäre die Deutungshoheit über religiöse Konzepte gewinnen“, so Palaver.
Die Rolle der Theologie heute
Für Palaver ist es essenziell, dass Theologen sich aktiv in gesellschaftliche Debatten einmischen. „Schweigen wäre fatal“, warnt er. Die Kirche müsse sich gegen Vereinnahmung durch extremistische Strömungen wehren. Zugleich plädiert er für einen offenen Dialog mit der Tech-Szene, um deren Einfluss kritisch zu begleiten.
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