Russland plant verheerende Frühjahrsoffensive: Ukraine warnt vor Eskalation
Russland plant Frühjahrsoffensive: Ukraine warnt

Russland bereitet massive Frühjahrsoffensive vor

Nach drastischen Warnungen aus der Ukraine bereitet Russland offenbar eine verheerende Frühjahrsoffensive vor. Ziel sei es, mit militärischem Druck der Ukraine weitreichendere Bedingungen für eine Kriegsbeendigung zu diktieren als bisher diskutiert.

Parallele Angriffe im Osten und Süden geplant

Laut Berichten der Kyiv Post plant die russische Führung eine parallele Offensive in der Ost- und Südukraine. Im Donbas sollen dabei die verbliebenen Großstädte Slowjansk und Kramatorsk unter Kontrolle gebracht werden. Gleichzeitig wird ein Vorrücken auf die Großstadt Saporischschja mit ihren 700.000 Einwohnern in der gleichnamigen Region vorbereitet, die Russland bereits 2022 annektiert hatte.

Der ukrainische Militärjournalist Andrij Tsaplijenko warnt: „Russland sammelt Kräfte und bereitet für den Sommer eine neue großangelegte Offensive im Süden und Osten der Ukraine vor.“ Moskau stelle sich eindeutig auf Eskalation statt auf Diplomatie ein.

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Massive Truppenkonzentration im Donbas

Kriegskarten-Experte Ruslan Mykula berichtet von einer alarmierenden Truppenkonzentration: Mehr als 100.000 Soldaten und Hunderte Panzerfahrzeuge habe Russland allein im Donbas zusammengezogen. Diese massive Aufstellung deute auf eine bevorstehende Großoffensive hin, mit der Moskau versuchen könnte, die militärische Initiative zurückzugewinnen.

Ukrainische Verteidigung bereit für langen Abwehrkampf

Oberst Wolodymyr Polewyj, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des 7. Schnellreaktionskorps der ukrainischen Luftangriffstruppen, zeigt sich gegenüber BILD jedoch zuversichtlich: „Wir kennen die Absichten des Gegners im Raum Kramatorsk und Slowjansk und können sein operatives Konzept lesen.“

Die ukrainischen Streitkräfte seien darauf vorbereitet, die derzeitige Intensität der russischen Angriffe über Jahre abzuwehren. Polewyj bezweifelt, dass Russland in der Lage sein wird, die ukrainische Verteidigung in der Region Donezk zu durchbrechen.

„Die Russen werden ihre gepanzerten Fahrzeuge nicht wirksam zum Einsatz bringen können und weiter Infanterie ins Schlachthaus schicken“, erklärt der Oberst. Die russische Verlustrate liege bereits jetzt höher als die für eine wirklich großangelegte Offensive notwendige Ersatzrate.

Aus militärischer Sicht bleibe die Einnahme der gesamten Region Donezk daher „auf Jahre hinaus unrealistisch“, so Polewyjs Einschätzung. Die ukrainische Armee habe ihre Verteidigungsstellungen entsprechend vorbereitet und sei auf einen langen Abwehrkampf eingestellt.

Diplomatische Bemühungen laufen parallel

Während sich die militärische Lage zuspitzt, finden parallel diplomatische Bemühungen statt. Ein kürzlicher Ukraine-Gipfel in Abu Dhabi zeigte jedoch, dass weiterhin erhebliche Hindernisse für Friedensverhandlungen bestehen. Die geplante russische Offensive könnte diese diplomatischen Prozesse zusätzlich erschweren und die Kriegsdynamik verändern.

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