Ukrainische Sicherheitskräfte vereiteln geplante Anschläge auf prominente Bürger
Die Sicherheitsdienste der Ukraine haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrere geplante Attentate auf prominente ukrainische Bürger vereitelt. In seiner abendlichen Videobotschaft aus Kyjiw teilte Selenskyj mit, dass russische Söldner identifiziert und unschädlich gemacht worden seien, die Anschläge auf ukrainische Militärs, Geheimdienstmitarbeiter und Medienvertreter vorbereitet hätten.
Bedeutender Erfolg vor Kriegsjubiläum
„Es ist gelungen, russische Söldner unschädlich zu machen, die Anschläge auf unsere Bürger planten“, sagte Selenskyj. „Es handelt sich um ziemlich bekannte Namen, und dass solche Verbrechen verhindert werden konnten, ist ein bedeutendes Ergebnis.“ Diese Mitteilung erfolgte kurz vor dem vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar, der nun in sein fünftes Jahr geht.
Der ukrainische Präsident dankte den Sicherheitsbehörden ausdrücklich für ihren Einsatz zum Schutz der Bürger und betonte die Bedeutung dieser erfolgreichen Operation. Die vereitelten Anschläge zeigen die anhaltenden Bedrohungen, denen die Ukraine auch im fünften Kriegsjahr ausgesetzt ist.
Internationale Diplomatie und Sanktionsforderungen
Im Zusammenhang mit den laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende unter US-Vermittlung forderte Selenskyj erneut eine stärkere Einbindung europäischer Partner. Für die kommende Woche seien Treffen mit europäischen Verbündeten geplant, um die Abstimmung zu vertiefen. „Wir werden uns genau abstimmen, damit Europa in alle Prozesse eingebunden ist und nur noch stärker wird“, erklärte Selenskyj.
Zudem informierte er über ein Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, bei dem ebenfalls die Rolle der Europäer in den Friedensbemühungen diskutiert wurde. Russland lehnt eine europäische Beteiligung an den Verhandlungen ab und betrachtet europäische Staaten aufgrund ihrer Waffenlieferungen an die Ukraine als Kriegspartei.
Weitere Sanktionen gegen Russland gefordert
Selenskyj forderte erneut verschärfte Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland, um den Druck auf das Land zur Einstellung der Kampfhandlungen zu erhöhen. Gleichzeitig kündigte er eigene Sanktionen gegen 225 Kapitäne von Schiffen der sogenannten Schattenflotte an, die russisches Öl transportieren.
„Es müssen alle bestraft werden, die Russland helfen, Geld für den Krieg zu verdienen“, betonte Selenskyj. Er schlug vor, dass auch Dienstleister im internationalen Seeverkehr mit Sanktionen belegt werden sollten, wenn sie Russlands Schattenflotte unterstützen. Nur durch solchen wirtschaftlichen Druck könne Russland zu echter Diplomatie gezwungen werden, um den Krieg zu beenden.
Der ukrainische Präsident betonte, dass den USA bei den jüngsten Verhandlungen in Genf klar geworden sei, dass Moskau einem Frieden im Weg stehe. Die vereitelten Attentatspläne unterstreichen die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen und internationaler Solidarität mit der Ukraine.



