Supreme Court der USA stoppt globale Zölle von Donald Trump
Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten hat am Donnerstag eine deutliche Entscheidung getroffen: Die umfassenden globalen Zölle von Präsident Donald Trump sind nicht rechtens. Mit einer Mehrheit von sechs zu drei Stimmen bestätigte der Supreme Court eine Entscheidung einer niedrigeren Instanz und hob die seit Januar 2025 verhängten Handelsabgaben auf.
Die Richter urteilten, dass Trump seine Befugnisse überschritten habe. Die US-Verfassung räume dem Kongress und nicht dem Präsidenten die Kompetenz zur Erhebung von Zöllen ein. Der US-Finanzminister Scott Bessent kündigte zwar an, die Regierung werde andere rechtliche Begründungen prüfen, um möglichst viele der Zölle beizubehalten. Doch die Entscheidung markiert einen klaren Rückschlag für Trumps protektionistische Handelspolitik.
Friedrich Merz enttäuscht mit durchschnittlicher Rede auf CDU-Parteitag
Während in Washington die Zollpolitik gekippt wurde, hielt Bundeskanzler Friedrich Merz in Stuttgart eine 75-minütige Rede vor dem CDU-Parteitag, die bei vielen Beobachtern Enttäuschung auslöste. "Die Kanzlerpartei sehnte sich nach einem Impuls, nach einer Reformrede", berichten politische Analysten.
Merz benannte zwar die Probleme seiner Regierung und warnte vor Pessimismus. "Die regelbasierte internationale Ordnung, wie wir sie kannten, existiert so nicht mehr", erklärte der Kanzler. Doch der erhoffte visionäre Impuls blieb aus. Die Delegierten feierten ihren Vorsitzenden dennoch mit minutenlangen Standing Ovations - ein Zeichen der Disziplin in der traditionsreichen Volkspartei.
Papst Leo XIV. warnt katholische Priester vor KI-geschriebenen Predigten
In religiösen Kreisen sorgt eine Warnung von Papst Leo XIV. für Diskussionen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach sich deutlich dagegen aus, dass Pfarrer ihre Predigten von künstlicher Intelligenz schreiben lassen. "KI ist nicht in der Lage, den Glauben weiterzugeben", begründete der Papst seine Position.
Leo XIV. verglich die negativen Folgen des KI-Gebrauchs mit sportlicher Inaktivität: "Alle Muskeln sterben ab, wenn wir sie nicht mehr nutzen, und deshalb muss auch das Gehirn benutzt werden, damit wir unsere Intelligenz nicht verlieren." Interessanterweise testet der Vatikan gleichzeitig, wie KI Papstpredigten simultan übersetzen kann - ein ambivalenter Umgang mit der neuen Technologie.
Weitere wichtige Nachrichten des Tages
- Rundfunkbeitragserhöhung: Eine Expertenkommission empfiehlt, den Rundfunkbeitrag ab Januar 2027 auf 18,36 Euro monatlich anzuheben - eine Steigerung um 28 Cent gegenüber dem bisherigen Satz.
- Theaterunfall in Berlin: Schauspieler Lars Eidinger verletzte bei einer Aufführung von "Richard III." versehentlich eine Zuschauerin mit einem Degen, woraufhin die Vorstellung abgebrochen werden musste.
- Wölfe passen sich an: Eine neue Studie zeigt, dass Wölfe ihre anfängliche Scheu vor Menschen ablegen können, wenn dies Vorteile bringt - was die Vertreibung der Tiere erschwert.
- Japan warnt vor China: Premierministerin Sanae Takaichi kritisierte in ihrer ersten Parlamentsrede nach der Wiederwahl die Regierung in Peking scharf und setzte die Landesverteidigung als zentrales Thema.
Sport: Vincent Kompany kritisiert José Mourinho nach Rassismusvorwürfen
Bayern-Trainer Vincent Kompany positionierte sich klar im Rassismusskandal um Real Madrid-Profi Vinícius Júnior. Kompany kritisierte seinen prominenten Kollegen José Mourinho, Trainer von Benfica Lissabon, scharf. "Er hat den Charakter von Vinícius Júnior attackiert", sagte Kompany mit Verweis auf Mourinhos Kommentare zum Torjubel des brasilianischen Spielers.
Der Bayern-Coach, dessen Vater als politisch Verfolgter aus dem Kongo nach Belgien floh und später erster schwarzer Bürgermeister Belgiens wurde, hat offensichtlich selbst oft Rassismus erlebt. Seine klare Haltung in der Angelegenheit fand breite Unterstützung in der Sportwelt.
Kultur: U2 veröffentlicht überraschend neue EP
Die irische Band U2 hat überraschend eine neue EP mit dem Titel "Days of Ash" veröffentlicht. Die fünf Songs, darunter die Ballade "The Tears of Things", werden von Kritikern als würdige Nachfolger des Hits "One" gelobt. Die Musik füge "dem Grauen nicht auch noch Zynismus hinzu", urteilen Musikexperten über das unerwartete Comeback der Rocklegenden.



