Bürgermeister spricht von Terroranschlag: Bombe tötet Polizistin (23) in der Ukraine
In der westukrainischen Großstadt Lwiw ereigneten sich am Sonntag kurz nach Mitternacht zwei verheerende Explosionen, die ein Todesopfer und 25 Verletzte forderten. Bürgermeister Andrij Sadowyj (57) bezeichnete den Vorfall laut Berichten des „Kyiv Independent“ eindeutig als Terroranschlag. Die Sicherheitskräfte waren in eine tödliche Falle getappt, nachdem sie zu einem angeblichen Einbruch in ein Geschäft nahe der Altstadt gerufen worden waren.
Polizistin stirbt bei Explosionen
Die erste Bombe explodierte, als die Einsatzkräfte am Tatort eintrafen, eine zweite detonierte, als Verstärkung ankam. Laut der Nationalpolizei wurde eine 23-jährige Polizistin durch die Explosionen getötet. Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) sprach den Angehörigen sein Beileid aus und versicherte, dass alle notwendigen Maßnahmen zur Aufklärung des Falls ergriffen werden. Innenminister Ihor Klymenko (53) informierte über die Festnahme einer Verdächtigen im Gebiet Lwiw, bei der es sich laut Bürgermeister Sadowyj um eine ukrainische Staatsbürgerin handelt.
Hintergründe und regionale Lage
Bei den Explosionen wurden auch zwei Fahrzeuge, darunter ein Streifenwagen, beschädigt. Nähere Details zu den Hintergründen des Vorfalls waren zunächst nicht bekannt. Die Region Lwiw liegt im Westen der Ukraine an der polnischen Grenze, die gleichnamige Gebietshauptstadt ist nur etwa 50 Kilometer Luftlinie vom EU-Gebiet entfernt. In Lwiw leben viele Binnenflüchtlinge, die sich vor den Kämpfen im Osten der Ukraine in Sicherheit gebracht haben. Die Stadt ist wiederholt Ziel von russischen Raketen- und Drohnenangriffen gewesen, was die Sicherheitslage in der Region weiter verschärft.



