Trump auf US-Reisepass: Limitierte Sonderausgabe zum Unabhängigkeitstag
Trump auf US-Reisepass: Limitierte Sonderausgabe

Es besteht wohl kaum ein Risiko, dass die US-Bürgerinnen und Bürger die Regentschaft von Donald Trump so schnell vergessen werden. Trotzdem arbeitet der amtierende US-Präsident in seiner zweiten (und letzten) Amtszeit daran, seinen Namen, seine Unterschrift und sein Antlitz an möglichst vielen Orten unterzubringen. Die neueste Idee: Reisepässe.

Limitierte Sonderausgabe zum 250. Jahrestag

Zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeitserklärung können sich treue Trump-Anhänger Reisedokumente mit ihrem Präsidenten auf dem Umschlag bestellen. Die Pässe sollen im Sommer ausgestellt werden. Dabei ist die Auflage limitiert – auch wenn nicht klar ist, auf welche Zahl genau.

Entwürfe des Außenministeriums zeigen Pässe mit einem Bild von Trump auf dem Cover, umrahmt vom Text der Unabhängigkeitserklärung. Damit solle dieser „historische Moment“ gefeiert werden, hieß es aus dem Ministerium. Trotz des neuen Designs würden alle Sicherheitsfeatures erhalten bleiben, die den Pass laut dem Ministerium „zum sichersten der Welt“ machen.

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Wie der US-Sender CNN berichtet, wird der Pass bei der Ausgabestelle in der Hauptstadt zu bekommen sein. Ob auch andere Stellen oder die Webseite das neue Design anbieten, war noch offen.

Personenkult um Trump wird intensiviert

Der Personenkult um Trump wird in diesem Jahr besonders eifrig betrieben. So will das dem Präsidenten unterstellte US-Finanzministerium Ein-Dollar-Münzen zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung prägen. Zur Auswahl stehen drei Entwürfe: Sie alle ziert das Konterfei Donald Trumps. Er wäre der erste US-Präsident in der Geschichte, der sich selbst auf einer Ein-Dollar-Münze verewigen lässt. Sein Bildnis auf dem Dollar würde ein 160 Jahre altes Regelwerk des Kongresses umgehen, das die Abbildung lebender Präsidenten auf Geldstücken und Scheinen verbietet.

Auf dem Geld und an der Wand: überall Trump

Im März wurde zudem gemeldet, dass die Signatur des 47. Präsidenten künftig auch auf 100-Dollar-Banknoten zu finden sein wird. Zugleich verschwindet zum ersten Mal seit 165 Jahren die Unterschrift des obersten Kassenverwalters (Treasurer) von den Geldscheinen.

Überlebensgroße Trump-Transparente, mehrere Etagen hoch, hängen von Regierungsgebäuden in Washington, D.C., herab. Sein Name prangt neuerdings auf dem Kennedy Center, dem eigentlich gemeinnützigen Washingtoner Friedensinstitut. Sein Name ziert die „Gold Card“ eines Visumprogramms, das es reichen Ausländern ermöglicht, für gut eine Million Dollar eine Aufenthaltsberechtigung in den USA zu kaufen. Selbst Nationalparkliebhaber finden auf dem millionenfach verkauften „America The Beautiful“-Pass, der Jahreskarte für 2026, wo in normalen Zeiten Amerikas Naturwunder abgebildet werden, das Gesicht des 79-Jährigen, zusammen mit George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten.

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