Trumps drastisches Ultimatum: 48 Stunden für die Freigabe der Straße von Hormus
Nach drei Wochen militärischer Auseinandersetzungen im Iran-Konflikt greift US-Präsident Donald Trump (79) zu immer härteren Maßnahmen. Am Sonntag stellte er den iranischen Machthabern ein knallhartes Ultimatum: Innerhalb von 48 Stunden müssen sie die Blockade der strategisch vitalen Seestraße von Hormus aufheben. Andernfalls droht Trump mit der Bombardierung kritischer Infrastruktur, insbesondere von Kraftwerken. Diese Drohung wirft die Frage auf, ob dies die richtige Strategie für den amerikanischen Präsidenten darstellt.
Experten bewerten die Eskalationsstrategie
Der israelische Iran-Experte Dennis Citrinowicz vom Institute for National Security Studies (INSS) äußert sich kritisch zu dem anhaltenden Konflikt. Für ihn steht fest: „Wenn die USA die Straße von Hormus wieder öffnen wollen, müssen sie entweder Gewalt anwenden oder einen Regimewechsel anstreben. Es gibt keine dritte Option.“ Citrinowicz warnt auf der Plattform X vor weiteren Drohungen Teherans: „In den kommenden Tagen ist zu erwarten, dass Teheran drohen wird, den Golf in Brand zu setzen, insbesondere wenn die USA kritische Infrastruktur angreifen.“
Daniel B. Shapiro (56), ehemaliger US-Botschafter in Israel, zeigt sich weniger optimistisch. Er verweist darauf, dass Trump in der zweiten Kriegswoche die Gelegenheit gehabt hätte, ohne Gesichtsverlust auszusteigen, indem er einfach den Sieg erklärt hätte. „Aber jetzt, da die Straße von Hormus vom Iran blockiert wird, hat er weniger Optionen.“ Eine militärische Beseitigung der Blockade würde seiner Einschätzung nach Wochen in Anspruch nehmen.
Kritik an Trumps Drohungen als potenzielle Kriegsverbrechen
Bojan Pancevski, Chefkorrespondent für europäische Politik des „Wall Street Journal“, übt scharfe Kritik an der neuen Drohung Trumps. Die Zerstörung von Kraftwerken bewertet er als „potenziell ein Kriegsverbrechen“, wie es sonst von „Tyranneien wie Russland“ angewendet werde. Dies zeige, „wie wenig die USA auf diesen Krieg vorbereitet waren“.
Unterstützung für den Druckkurs
Dennoch gibt es auch Befürworter von Trumps Vorgehen. Jack Keane (83), ehemaliger Vize-Stabschef der US-Armee und Mitarbeiter des Thinktanks Institute for the Study of War (ISW), plädiert dafür, „genau mit dem weiterzumachen, was wir tun!“ Bei Fox News betonte er, alles laufe „im Plan!“ Keane sieht eine Möglichkeit für Trump, einen Regimewechsel von innen heraus zu erreichen, wenn regimenahe Personen zu einem Deal mit den USA bereit seien. „Das Regime sieht es stark aus, bis es das nicht mehr tut.“
Mark Dubowitz (57), Chef der Denkfabrik „Foundation for Defense of Democracies“, unterstützt den Druck durch das Ultimatum. Er ist der Ansicht, dass dem iranischen Regime noch immer nicht klar sei, dass Präsident Trump die Mullahs mit Eskalation überbieten werde, wenn er es für notwendig halte, um eine Deeskalation zu erzwingen. „Er ist kein typischer westlicher Politiker, und Teheran verkalkuliert sich immer wieder, weil es ihn fälschlicherweise für einen solchen hält.“
Die strategische Bedeutung der Straße von Hormus
Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran stellt einen zentralen Trumpf der Mullahs dar. Diese wichtige Seeroute ist für den globalen Ölhandel von entscheidender Bedeutung, und ihre Sperrung hat bereits zu einem Ölpreis-Schock und der Gefahr eines Flächenbrands in der Region geführt. Die Frage, ob Trump sich mit seiner Eskalationsstrategie tiefer in den Krieg hineinmanövriert, bleibt unter Experten umstritten. Während einige auf die Notwendigkeit von Druck setzen, warnen andere vor den langfristigen Folgen und möglichen Kriegsverbrechen.



