Trump droht Iran mit Kriegsverbrechen - Ultimatum läuft ab
Trump droht Iran mit Kriegsverbrechen - Ultimatum läuft

Trump droht Iran mit Kriegsverbrechen - Ultimatum läuft ab

Fünf Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus gesetzt, während der Iran mit Gegenforderungen und Drohungen gegen wichtige globale Schifffahrtswege reagiert. Die Hoffnungen auf eine baldige Waffenruhe schwinden zusehends.

Trumps wüste Drohungen und das Ultimatum

Donald Trump hat dem Iran eine Frist bis Dienstagabend (2.00 Uhr MESZ am Mittwoch) gesetzt, um die blockierte Straße von Hormus zu öffnen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der US-Präsident: "Oder ihr werdet in der Hölle landen" und bezeichnete die iranischen Führer als "crazy bastards" (verrückte Mistkerle). Gegenüber dem Wall Street Journal drohte Trump weiter: "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen."

Der ehemalige Vize-Sicherheitsberater von Barack Obama, Ben Rhodes, sieht in diesen Äußerungen eine Ankündigung von Kriegsverbrechen. Rhodes sagte der BBC: "Es fühlt sich zunehmend so an, als würde ein einzelner Mann in einem Raum Entscheidungen treffen." Er bezweifelt, dass Trump den normalen politischen und militärischen Beratungsprozess einhält.

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Irans Gegenforderungen und Drohungen

Der Iran zeigt sich von Trumps Ultimatum unbeeindruckt. Ali-Akbar Welajati, außenpolitischer Berater des obersten iranischen Führers, warnte laut regierungstreuem Sender Press TV: Sollten die USA und Israel ihre Angriffe eskalieren, könnten wichtige Schifffahrtswege jenseits der Straße von Hormus gefährdet sein. Davon betroffen wären die Meerenge Bab al-Mandab und damit die Einfahrt zum Roten Meer und zum Suezkanal.

Mehdi Tabatabaei, Kommunikationsbeamter im iranischen Präsidialbüro, konterte Trumps Beleidigungen mit der Bezeichnung "Bastard-Narr". Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut staatlicher Nachrichtenagentur Irna, die US-Forderungen seien "überzogen und inakzeptabel". Der Iran hat seine eigenen Forderungen an die Vermittler übermittelt und setzt seine Raketen- und Drohnenangriffe auf Nachbarländer am Golf fort.

Vermittlungsbemühungen und militärische Vorbereitungen

Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen wurde am Ostermontag bekannt, dass den Kriegsparteien ein Plan für eine 45-tägige Waffenruhe mit anschließenden Friedensgesprächen vorgelegt wurde. Neben Pakistan vermitteln Saudi-Arabien, Ägypten und die Türkei zwischen Washington und Teheran. Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete jedoch, diese Waffenruhe sei die einzige Chance, eine dramatische Eskalation noch zu verhindern.

Die Jerusalem Post enthüllte, dass Israel und die USA eine umfassende Liste strategischer Ziele ausgearbeitet haben, die angegriffen werden sollen, falls der Iran Trumps Ultimatum nicht erfüllt. Israel favorisiert Angriffe auf den Energiesektor und die nationale Infrastruktur und wartet auf "grünes Licht" aus Washington. Ein israelischer Regierungsvertreter sagte, solche Angriffe könnten zum "totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch des Irans" führen.

Israelische Drohungen und militärische Erfolge

Israel hat seine Drohungen gegen den Iran verschärft. Verteidigungsminister Israel Katz warnte: "Sollte der Iran die Raketenangriffe auf israelische Zivilisten nicht einstellen, werde Israel mit der Zerstörung der Infrastruktur antworten." Nach neuen iranischen Raketenangriffen auf israelische Städte, darunter Tel Aviv, sagte Katz: "Wir haben die Stahl-Infrastruktur und die petrochemische Industrie schwer getroffen - und heute und an jedem weiteren Tag wird es weitergehen."

Katz teilte zudem mit, die israelische Armee habe den Leiter der Geheimdienstabteilung der iranischen Revolutionsgarden, Generalmajor Madschid Chademi, "ausgeschaltet". Dieser sei unmittelbar verantwortlich für tödliche Raketenangriffe auf israelische Zivilisten gewesen. Auch der Iran bestätigte den Tod des ranghohen Generals.

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Am Wochenende konnte sich Trump noch als Triumphator präsentieren, nachdem das US-Militär einen vermissten Soldaten aus dem Iran retten konnte. Trump würdigte die Rettungsaktion als eine "der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA".

Die Situation bleibt angespannt: Während Trump mit Kriegsverbrechen droht und der Iran globale Schifffahrtswege in Gefahr bringt, scheint eine diplomatische Lösung in weiter Ferne. Die kommenden Stunden werden zeigen, ob das Ultimatum zu einer Eskalation oder doch noch zu Verhandlungen führt.