Trump droht Iran mit Zerstörung von Infrastruktur – Teheran nennt US-Präsidenten »wahnhaft«
Die Spannungen zwischen den USA und Iran erreichen einen neuen Höhepunkt. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein drastisches Ultimatum gestellt: Sollte die Straße von Hormus nicht bis Mittwochmorgen 2 Uhr deutscher Zeit geöffnet werden, droht er mit der Zerstörung sämtlicher Kraftwerke und Brücken des Landes. Auf einer Pressekonferenz in Washington bekräftigte Trump seine Entschlossenheit und verstärkte seine Rhetorik mit drastischen Aussagen.
Trumps drastische Drohungen und beleidigende Äußerungen
Donald Trump ließ bei seiner Ankündigung keine Zweifel an seinen Absichten. »Wir haben einen Plan«, erklärte der US-Präsident und fügte hinzu, dass jedes Kraftwerk im Iran vom Netz gehen, brennen, explodieren und niemals mehr genutzt werden könne. Trump drohte sogar, »die Hölle« über das Land hereinbrechen zu lassen und betonte, die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine »völlige Zerstörung« herbeiführen.
Besonders provokant waren Trumps Äußerungen über die iranische Bevölkerung. Er bezeichnete die Menschen im Iran als »verrückte Bastarde« und »Tiere« – eine Entgleisung, die selbst für Trumps Verhältnisse außergewöhnlich ist. Kritik, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur Kriegsverbrechen darstellen könnten, wies Trump entschieden zurück.
Irans scharfe Reaktion und internationale Besorgnis
Die iranische Führung ließ nicht lange auf eine Antwort warten. Der Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale, Ebrahim Zolfaqari, bezeichnete Trumps Aussagen laut Staatsmedien als »arrogante Rhetorik und haltlose Drohungen«. Zolfaqari erklärte weiter, Trump sei »wahnhaft« und seine Rhetorik würde die Angriffe gegen die »amerikanischen und zionistischen Feinde« nicht stoppen.
Internationale Organisationen äußerten sich besorgt über die Eskalation. Uno-Generalsekretär António Guterres warnte davor, Irans Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur anzugreifen. Sein Sprecher Stéphane Dujarric betonte in New York, dass solche Angriffe gegen internationales Recht verstoßen würden. Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) mahnte, dass Staaten die Regeln des Krieges respektieren müssen.
Hintergrund des Ultimatums und aktuelle Entwicklungen
Das aktuelle Ultimatum hatte Trump ursprünglich im März gestellt und bereits einmal verlängert. Auf Bitten der iranischen Regierung verschob er die Frist zur Zerstörung von Energieanlagen um zehn Tage bis zum 6. April 2026. Diese Praxis der Fristverlängerung ist bei Trump nicht ungewöhnlich und wird von Kritikern spöttisch als »Taco« bezeichnet – ein Kürzel für »Trump always chickens out«.
Der Uno-Sicherheitsrat soll an diesem Dienstag über einen Resolutionsentwurf von Bahrain zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus abstimmen. Die Meerenge ist von entscheidender Bedeutung für den weltweiten Handel mit Öl und Gas. Seit die USA und Israel Ende des letzten Monats angegriffen hatten, hat Teheran mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Wasserstraße nahezu zum Erliegen gebracht.
Während sich die diplomatischen und militärischen Spannungen verschärfen, bleibt ungewiss, ob Trump sein Ultimatum tatsächlich umsetzen wird oder ob es zu weiteren Verhandlungen kommt. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge, da eine Eskalation des Konflikts weitreichende Folgen für die Region und den globalen Handel haben könnte.



