Trump droht Kuba: „Als Nächstes dran“ nach Venezuela-Intervention
US-Präsident Donald Trump hat die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba erneut verschärft. Auf einem Kongress in Miami im Bundesstaat Florida äußerte er die kryptische Drohung: „Kuba ist als Nächstes dran.“ Was genau der Präsident damit meinte, blieb unklar, doch die Aussage fiel direkt nach Bemerkungen über militärische Erfolge in Venezuela.
Vage Andeutungen einer möglichen „Übernahme“
Bereits zuvor hatte Trump im Weißen Haus angedeutet, dass er möglicherweise „die Ehre haben werde“, Kuba „in irgendeiner Form zu übernehmen“ oder zu „befreien“. Konkrete Pläne oder Details nannte er dabei nicht. Diese vagen Aussagen schüren die Unsicherheit über die künftige US-Politik gegenüber dem sozialistischen Inselstaat.
Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der kubanischen Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 historisch belastet. Unter der Trump-Administration wurde der Druck auf Kuba deutlich erhöht, insbesondere nach der jüngsten US-Intervention in Venezuela.
Venezuela als Schlüsselfaktor
Im Januar wurde der autoritäre venezolanische Präsident Nicolás Maduro in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen. Damit brach einer der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Unterstützer Kubas weg. Venezuela hatte Kuba über Jahre hinweg mit Öl versorgt, was für die angeschlagene kubanische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung war.
Der Verlust dieser Unterstützung hat die wirtschaftliche Lage Kubas weiter verschlechtert. Trotz der angespannten Situation führen beide Seiten formelle Gespräche, wie offiziell bestätigt wurde. Die Zukunft dieser diplomatischen Kontakte bleibt jedoch ungewiss angesichts der jüngsten Drohungen aus Washington.



