Trump fordert Sturz von Kubas Präsident Diaz-Canel und erhöht Druck auf Karibikstaat
Trump fordert Sturz von Kubas Präsident Diaz-Canel

Trump erhöht Druck auf Kuba und fordert Absetzung von Präsident Diaz-Canel

Der Karibikstaat Kuba steht unter massivem Druck aus den USA. US-Präsident Donald Trump hat laut einem Medienbericht die Absetzung des kubanischen Präsidenten Miguel Diaz-Canel gefordert und erklärt, er könne mit dem Land machen, was er wolle. Diese Äußerungen erfolgten am Montag im Oval Office vor Journalisten und verschärfen die angespannte Lage zwischen beiden Nationen.

Drohungen und Forderungen im Kontext bilateraler Gespräche

Trump sagte wörtlich: "Ich meine, ob ich es befreie oder übernehme. Ich glaube, ich kann damit machen, was ich will." Seine Aussagen fallen in eine Zeit, in der die USA und Kuba formelle Gespräche führen, um bilaterale Differenzen zu lösen. Laut der New York Times ist die Entfernung von Diaz-Canel ein zentrales Ziel der amerikanischen Verhandlungsführer. Vier mit den Gesprächen vertraute Personen bestätigten, dass US-Unterhändler signalisiert hätten, der Präsident müsse gehen, obwohl die kommunistische Regierung an der Macht bleiben könne.

Wirtschaftskrise und Stromausfälle verschärfen die Situation

Kuba leidet derzeit unter einer schweren Wirtschaftskrise, die durch eine US-Ölblockade nach der Festnahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro verschärft wurde. Am Montag brach das Stromnetz auf der Insel zusammen, was etwa zehn Millionen Einwohner ohne Elektrizität ließ. Misswirtschaft, Korruption und das jahrzehntelange Handelsembargo der USA haben das autoritär regierte Land an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs gebracht.

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Trump äußerte sich abschätzig über den Karibikstaat: "Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts." Er fügte jedoch hinzu, dass Kuba "eine wunderschöne Insel" mit schönem Land sei. Der US-Präsident hatte zuvor spekuliert, Kuba werde "als Nächstes" dran sein, nachdem er an der Absetzung Maduros beteiligt war.

Historisch angespannte Beziehungen und kubanische Reaktion

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro vor fast 70 Jahren angespannt. Kuba hat traditionell jede Einmischung in seine inneren Angelegenheiten zurückgewiesen. Präsident Diaz-Canel bestätigte zwar die Gespräche mit der US-Regierung, betonte aber den Weg des Dialogs. Trotz der schwierigen Lage ist unklar, warum Trump meint, in Kuba leichtes Spiel zu haben. Das Land wird seit 1959 autoritär regiert, und die Unterstützung für einen von den USA initiierten Umsturz dürfte gering ausfallen.

Die Spannungen zwischen dem Karibikstaat und den USA, die etwa 30-mal so viele Einwohner und um ein Vielfaches mehr Wirtschaftskraft haben, sind in letzter Zeit noch größer geworden. Experten bezweifeln, dass Trumps Einschätzung auf realistischen Grundlagen basiert, da die meisten Kubaner kein anderes Regierungssystem kennen und die Kommunistische Partei Staat, Wirtschaft und Gesellschaft kontrolliert.

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