Trump erwartet langen Militäreinsatz gegen Iran und warnt vor US-Todesopfern
Trump: Langer Militäreinsatz gegen Iran, Todesopfer erwartet

Trump erwartet langen Militäreinsatz gegen Iran und warnt vor US-Todesopfern

US-Präsident Donald Trump geht von einem rund vierwöchigen Militäreinsatz gegen den Iran aus und stellt die Vereinigten Staaten auf mögliche Todesopfer ein. In einem Interview mit der britischen Zeitung Daily Mail am Sonntag betonte Trump, der Iran sei ein großes Land, weshalb der Einsatz voraussichtlich vier Wochen oder weniger dauern werde. Zugleich warnte er, es werde wahrscheinlich weitere Todesopfer in den Reihen der US-Armee geben.

Eskalation im Nahen Osten nach Tötung von Ayatollah Chamenei

Die Situation im Nahen Osten hat sich nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei dramatisch zugespitzt. Laut iranischen Medien wurden bei den Luftangriffen der USA und Israels am Samstag neben Chamenei auch zahlreiche hochrangige Vertreter der iranischen Führung getötet, darunter:

  • Generalstabschef Abdolrahim Mussawi
  • Revolutionsgarden-Anführer Mohammed Pakpur
  • Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh
  • Polizeigeheimdienstchef Gholamresa Resaian

Trump bezeichnete Chameneis Tod als Gerechtigkeit für die Opfer des iranischen Regimes. In einer Videobotschaft forderte er die iranischen Streitkräfte zur Kapitulation auf und drohte andernfalls mit dem sicheren Tod.

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Internationale Reaktionen und weitere Angriffe

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz griff aus dem Libanon Ziele in Israel an, woraufhin die israelische Armee mit Angriffen auf Hisbollah-Stellungen im nördlichen Nachbarland reagierte. Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam verurteilte diese Angriffe als unverantwortlich und gefährdend für die Stabilität des Libanon.

Der Iran führte Vergeltungsangriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion durch, bei denen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten mindestens vier Menschen starben. Die Golfstaaten kündigten in einer gemeinsamen Erklärung Gegenmaßnahmen an.

Unterstützung der USA durch europäische Verbündete

Großbritannien erlaubt den USA die Nutzung britischer Stützpunkte für defensive Angriffe zur Zerstörung iranischer Raketen und Abschussrampen. Deutschland, Frankreich und Großbritannien schlossen in einer gemeinsamen Erklärung verhältnismäßige militärische Defensivmaßnahmen nicht aus, um die Fähigkeiten des Iran an der Quelle zu zerstören.

Das britische Verteidigungsministerium meldete einen mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen Armeestützpunkt auf Zypern, während die Bundeswehr bereits Beschüsse von Stützpunkten im Irak und Jordanien gemeldet hatte.

Neue Führung im Iran und wirtschaftliche Auswirkungen

Für die Übergangsphase im Iran wurde ein dreiköpfiges Führungsgremium bestimmt, dem Präsident Massud Peseschkian, Ayatollah Aliresa Arafi und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei angehören. Peseschkian bezeichnete die Tötung Chameneis als offene Kriegserklärung an die Muslime, während Sicherheitsratschef Ali Laridschani mit beispiellosen Angriffen auf Israel und die US-Armee drohte.

Angesichts der Eskalation und des Erliegens des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus stiegen die Ölpreise stark an. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent schoss um etwa 13 Prozent auf knapp unter 79 Dollar, nachdem er am Freitag noch bei 72,8 Dollar gelegen hatte.

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