Trump sieht Machtwechsel in Iran als wünschenswert an
US-Präsident Donald Trump hat in einer Pressekonferenz nach einem Truppenbesuch in Fort Bragg, North Carolina, deutlich gemacht, dass er einen Machtwechsel in Iran für die beste mögliche Entwicklung hält. Auf die Frage eines Reporters antwortete er: »Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte«. Diese Äußerung fällt in eine Phase angespannter Beziehungen zwischen Washington und Teheran, die durch das iranische Atom- und Raketenprogramm belastet sind.
Stockende Verhandlungen und militärische Drohungen
Die USA und Iran hatten bereits im vergangenen Jahr Verhandlungen über das Atomprogramm geführt, die jedoch ins Stocken gerieten. Trump kritisierte, dass Iran bisher viel geredet, aber nichts getan habe. Er forderte die iranische Führung auf, »uns den Deal zu geben, den sie uns schon beim ersten Mal hätten geben sollen«. Als Bedingung für einen Verzicht auf einen US-Angriff nannte Trump einen »richtigen Deal«.
Parallel zu den diplomatischen Bemühungen bereitet sich das US-Militär offenbar auf einen möglichen längeren Einsatz gegen Iran vor. Zwei anonyme US-Regierungsvertreter berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, dass Planungen für einen wochenlangen Schlagabtausch laufen. Die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, bestätigte, dass Präsident Trump alle Optionen in Bezug auf Iran auf dem Tisch habe.
Neue Verhandlungsrunde in Genf erwartet
Nach Informationen des Nachrichtenportals »Axios« wird für Dienstag eine neue Verhandlungsrunde über Irans Atomprogramm in Genf erwartet. Auf US-Seite sollen der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teilnehmen, während die iranische Delegation voraussichtlich von Außenminister Abbas Araghchi angeführt wird. Die Gespräche folgen auf indirekte Verhandlungen in Omans Hauptstadt Maskat vergangene Woche, die Trump als »sehr gut« bezeichnete.
US-Militär verstärkt Präsenz im Nahen Osten
Die USA haben ihre militärische Präsenz in der Region massiv ausgebaut. Am Freitag kündigte die US-Regierung die Entsendung des Flugzeugträgers »Gerald R. Ford« in den Nahen Osten an, der sich dem bereits vor Ort stationierten Träger »Abraham Lincoln«, mehreren Lenkwaffenzerstörern, Kampfflugzeugen und Überwachungsflugzeugen anschließen wird. Trump begründete diese Maßnahme mit den Worten: »Falls wir keine Einigung erzielen, werden wir ihn brauchen«.
Der »Gerald R. Ford« ist der neueste und größte Flugzeugträger der USA und kann mehr als 75 Militärflugzeuge aufnehmen. Seine Verlegung gilt als ungewöhnlich, da Einsatzpläne für Flugzeugträger normalerweise weit im Voraus festgelegt werden. Ein Regierungsvertreter gab an, dass die Ankunft des Verbands mindestens eine Woche dauern werde.
Komplexe Planungen und Vergeltungsgefahr
Insider berichten, dass die aktuellen militärischen Planungen komplexer seien als bei früheren Einsätzen. Während die Operation »Midnight Hammer« im Juni vergangenen Jahres sich auf iranische Atomanlagen konzentrierte, könnten bei einem länger anhaltenden Einsatz nun auch staatliche und sicherheitsrelevante Einrichtungen Irans ins Visier genommen werden. Die USA rechnen fest mit einer Vergeltung durch Iran, was zu einem gegenseitigen Schlagabtausch über einen längeren Zeitraum führen könnte.
Trump äußerte sich bei seinem Truppenbesuch in North Carolina deutlich zur Strategie: »Manchmal muss man Furcht erzeugen«, sagte er und fügte hinzu, dass Furcht das Einzige sei, was die Situation klären werde. Diese Aussagen unterstreichen die angespannte Lage, während die Welt auf die Entwicklungen in Genf und die militärischen Manöver im Nahen Osten blickt.



