Trump stellt Iran erneut Ultimatum mit Frist bis Dienstagabend
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung ein neues Ultimatum gestellt und mit massiven Angriffen gedroht, falls Teheran nicht bis Dienstagabend einlenkt. Damit scheint die US-Regierung ihre Forderung zur Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus bereits zum dritten Mal zu verschieben, nachdem zuvor zweimal Fristen verlängert wurden.
Konkrete Drohungen gegen iranische Infrastruktur
In einem Interview mit dem Wall Street Journal erklärte Trump wörtlich: „Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, bleibt kein Kraftwerk und keine Brücke stehen.“ Fast zeitgleich veröffentlichte der US-Präsident auf seiner Online-Plattform Truth Social einen Beitrag, in dem er die Frist auf Dienstagabend, 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, festlegte – was deutscher Zeit 2.00 Uhr in der Nacht zu Mittwoch entspricht. Sein vorheriges Ultimatum wäre genau 24 Stunden früher abgelaufen.
Trump droht bereits seit längerem damit, iranische Kraftwerke und die gesamte Infrastruktur des Landes anzugreifen, sollte Teheran nicht die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr öffnen oder einem politischen Abkommen zustimmen. Noch vor etwa eineinhalb Wochen hatte der US-Präsident von „sehr guten und produktiven Gesprächen“ gesprochen und sein Ultimatum deshalb zum zweiten Mal verschoben.
Eskalation der Rhetorik und militärische Aktionen
In den vergangenen Tagen hat sich der Ton jedoch deutlich verschärft. In einer Ansprache an die Nation drohte Trump damit, den Iran „zurück in die Steinzeit“ zu befördern. Parallel dazu eskalieren die militärischen Aktionen: Kürzlich bombardierten US-Streitkräfte die höchste Brücke des Iran, die sogenannte „B1“ nahe der Hauptstadt Teheran. Diese Attacke unterstreicht die Ernsthaftigkeit der amerikanischen Drohungen.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten maritimen Handelsrouten weltweit. Über diese Meerenge werden rund 20 Prozent des globalen Ölhandels abgewickelt. Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar liegt der Schiffsverkehr durch die strategische Wasserstraße weitgehend still, was erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hat.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge, da eine weitere Eskalation des Konflikts schwerwiegende Folgen für die regionale Stabilität und die globale Energiesicherheit haben könnte. Die wiederholten Fristverschiebungen deuten jedoch auch auf diplomatische Bemühungen im Hintergrund hin, die eine militärische Konfrontation verhindern sollen.



