Trump attackiert Meloni: „Schockiert über sie“ – Italien verweigert Unterstützung im Iran-Krieg
Trump rechnet mit Meloni ab: Italien verweigert Kriegsunterstützung

Trump attackiert Meloni: „Schockiert über sie“ – Italien verweigert Unterstützung im Iran-Krieg

Washington/Rom – Die einst enge politische Allianz zwischen den USA und Italien zeigt tiefe Risse. US-Präsident Donald Trump (79) hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (49) in einem scharfen Interview mit der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ attackiert. Der Grund: Italiens Weigerung, den USA im aktuellen Iran-Krieg militärische Unterstützung zu gewähren.

„Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt“

„Ich dachte, sie hätte Mut, aber ich habe mich geirrt“, sagte Trump wörtlich in dem am Dienstag veröffentlichten Gespräch. Der US-Präsident zeigte sich besonders enttäuscht, da Meloni lange als eine der europäischen Politikerinnen mit besonders gutem Draht zu Trump galt. „Ich war schockiert über sie“, fügte er hinzu.

Die Situation ist besonders brisant, da nicht nur Italien, sondern auch andere europäische Nato-Partner die Unterstützung im Krieg gegen den Iran verweigern. Die Europäer argumentieren, dass der von den USA und Israel am 28. Februar begonnene Krieg keinen Bündnisfall darstelle und somit kein Eingreifen der Nato erfordere.

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Trump bezeichnet Nato als „Papiertiger“

In seiner Wut über die fehlende Unterstützung ging Trump hart mit der westlichen Militärallianz ins Gericht. Er bezeichnete die Nato als „Papiertiger“ und drohte damit, nach dem Ende des Krieges die Mitgliedschaft der USA in der Allianz zu überdenken. Diese Äußerungen stellen die transatlantischen Beziehungen vor eine ernste Belastungsprobe.

Italien setzt Verteidigungsabkommen mit Israel aus

Während der diplomatische Streit eskalierte, zog Italien konkrete Konsequenzen. Die Regierung Meloni hat das Verteidigungsabkommen mit Israel ausgesetzt. „Angesichts der aktuellen Lage hat die Regierung beschlossen, die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel auszusetzen“, erklärte Meloni am Rande einer Veranstaltung in Verona.

Hinter den Kulissen war der Druck offenbar enorm. Aus diplomatischen Kreisen heißt es: „Es wäre politisch schwierig gewesen, es weiterlaufen zu lassen.“ Das Abkommen, das 2006 von Israel gebilligt wurde und eigentlich alle fünf Jahre überprüft wird, regelt unter anderem die Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie, bei Ausbildung und Schulung von Militärpersonal, Forschung und Entwicklung sowie Informationstechnologie.

Militärische Lage spitzt sich weiter zu

Parallel zu den diplomatischen Verwerfungen verschärft sich die militärische Situation im Nahen Osten kontinuierlich. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon ihre Angriffe auf Israel deutlich verstärkt. Israel reagierte darauf mit massiven Luftangriffen und schickte Bodentruppen über die Grenze.

Die Entscheidung Italiens, das Verteidigungsabkommen mit Israel auszusetzen, fällt somit in eine Phase erhöhter Spannungen. Sie unterstreicht die wachsende Distanz zwischen europäischen Nato-Partnern und der US-geführten Militäroperation im Iran.

Die scharfen Worte Trumps gegenüber Meloni markieren einen Tiefpunkt in den bisher als freundschaftlich beschriebenen Beziehungen zwischen den beiden Regierungschefs. Ob sich die Allianz nach diesem öffentlichen Zerwürfnis wieder stabilisieren kann, bleibt ungewiss. Die europäische Haltung im Iran-Konflikt zeigt deutlich, dass selbst enge Verbündete der USA Grenzen bei der militärischen Unterstützung setzen.

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