Trump und Xi einig: Straße von Hormus muss offen bleiben
Trump und Xi: Straße von Hormus muss offen bleiben

Peking – Die gesperrte Straße von Hormus führt zu einer überraschenden Annäherung zwischen US-Präsident Donald Trump (79) und Chinas Staatschef Xi Jinping (72). Bereits beim ersten Gespräch des Gipfeltreffens in Peking waren sich beide einig: Die Straße von Hormus müsse „offen bleiben“. Das Ziel sei es, den „freien Energiefluss“ zu sichern. Damit senden die beiden Großmächte eine klare Botschaft an die Mullahs in Teheran.

Erster US-Präsidentenbesuch in China seit einem Jahrzehnt

Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast zehn Jahren. Und beide Staatschefs treibt ein Thema um: die von den Mullahs als Geisel genommene Straße von Hormus. Täglich werden mehr als 20 Millionen Barrel Rohöl, Kondensate und Ölprodukte durch die Meerenge exportiert – fast ein Viertel der weltweiten täglich verbrauchten Menge, zu großen Teilen Öl für den asiatischen Markt.

Einigkeit gegen Teheran

Trump und Xi ziehen bei diesem Thema an einem Strang. Laut einem Bericht des Weißen Hauses waren sich beide zudem einig, dass der Iran keine Gebühren für die Nutzung der Schifffahrtswege verlangen dürfe. Damit stellen sich Washington und Peking demonstrativ gegen Teherans Vorgehen. Für Trump ist die Reise nach Peking von enormer Bedeutung. Der US-Präsident hofft offenbar auf Chinas Hilfe bei der Eindämmung des Nahostkonflikts.

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Warme Töne zum Auftakt

Zum Start des Treffens schlug Trump ungewöhnlich warme Töne an. Die Beziehungen zwischen den USA und China würden „besser sein als je zuvor“, erklärte Trump. Xi bezeichnete er sogar als „großartigen Anführer“. Auch Xi zeigte sich auffallend versöhnlich. China und die USA sollten „Partner, nicht Rivalen“ sein, erklärte der chinesische Staatschef beim Gipfelauftakt. Beim Staatsbankett in der Großen Halle des Volkes lud Trump Xi und dessen Ehefrau zu einem Besuch ins Weiße Haus ein. Er sagte: „Es ist mir eine Ehre, Ihnen, Madam Peng, eine Einladung auszusprechen, uns am 24. September im Weißen Haus zu besuchen, und wir freuen uns darauf.“

Härterer Ton bei Taiwan

Beide Staatschefs umgarnen sich plötzlich gegenseitig – nach Jahren rauer Worte. Doch ist alles nur Fassade? Denn bei einem Thema wurde am ersten Gipfeltag der Ton plötzlich wieder härter. Bei der Taiwan-Frage warnte Xi Trump vor einem Konflikt. Sollte das Thema von den USA „schlecht gehandhabt werden“, könne das die Beziehungen in eine „äußerst gefährliche Lage bringen“.

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