Trainer Dieter Hecking vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg zeigt sich vor dem finalen Abstiegsduell beim FC St. Pauli am Samstag (15.30 Uhr/Sky) betont ruhig. „Wir wussten, dass es so ein Spiel geben kann. Und jetzt freuen wir uns drauf“, sagte der 61-Jährige am Donnerstag.
Das Millerntor stehe „für Begeisterung und Atmosphäre. St. Pauli hat Tugenden, die einem wehtun können“, ergänzte Hecking und betonte: „Es gilt, bei uns zu bleiben und unseren Plan ins Spiel reinzubringen und dann zu gucken, ob es reicht, St. Pauli zu schlagen.“
Zu Prognosen wollte sich Hecking bewusst nicht hinreißen lassen. „Das ist ein K.o.-Spiel und da kann so viel passieren, was wir jetzt nicht vorhersehen können.“ Er wolle dennoch „nicht locker wirken, ich bin auch angespannt. Mich treiben Dinge um, ob ich es schaffe, den richtigen Ton zu finden und auch den Druck mal rauszunehmen.“
Das Parallelspiel des Konkurrenten 1. FC Heidenheim gegen den FSV Mainz 05 spiele für ihn dagegen keine Rolle. „Irgendeiner im Stadion wird das Ergebnis schon herausfinden“, sagte Hecking. „Aber wir fahren da hin und wollen das Spiel gewinnen. Alles andere hat uns nicht zu interessieren.“
Trotz aller Anspannung seien es genau diese Partien, die den „Scheiß-Fußball so toll“ machen, sagte Hecking. Für den Fall eines Abstiegs wäre seine Zeit in Wolfsburg dennoch „eine Zeit, die ich nicht missen möchte“.
Erstmals seit Bestehen der Bundesliga gehen der Tabellen-16., -17. und -18. punktgleich ins Saisonfinale. Einzig die bessere Tordifferenz verschafft Wolfsburg einen minimalen Vorteil. Bei St. Pauli muss Hecking auf Ersatztorhüter Marius Müller verzichten. Anders als zunächst berichtet sei dieser jedoch nicht suspendiert, sondern aus gesundheitlichen Gründen nicht im Kader, stellte Hecking klar.



