Trump verkündet neue Militärkoalition gegen Kartelle mit lateinamerikanischen Partnern
US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit zahlreichen Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik eine neue „Militärkoalition zur Ausrottung der kriminellen Kartelle“ angekündigt. Das Ereignis fand in Doral im US-Bundesstaat Florida statt und markiert einen bedeutenden Schritt in Trumps Sicherheitspolitik für die westliche Hemisphäre.
Kern der Vereinbarung: Militärische Gewalt gegen Kartelle
Kern der Vereinbarung sei der Wille, „tödliche militärische Gewalt einzusetzen, um die finsteren Kartelle und terroristischen Netzwerke zu zerstören“, erklärte Trump während seiner Rede. Vertreter von mehr als einem Dutzend Staaten hätten sich der Initiative, die als „Amerikas Koalition gegen Kartelle“ bezeichnet wird, angeschlossen. Trump betonte: „So wie wir eine Koalition gebildet haben, um den IS im Nahen Osten zu vernichten, müssen wir jetzt dasselbe tun, um die Kartelle zu Hause zu vernichten.“
Teilnehmer und Abwesende bei Trumps Treffen
An dem als „Schild Amerikas“ getauften Treffen nahmen Vertreter von zwölf Ländern teil, die Trump nahestehen. Unter den Gästen befanden sich prominente Persönlichkeiten wie der ultraliberale argentinische Präsident Javier Milei und der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele. Nicht vertreten waren jedoch die bevölkerungsreichsten Länder der Region:
- Brasilien
- Mexiko
- Kolumbien
Diese Staaten haben linksgerichtete Regierungen und stehen Trumps Politik kritisch gegenüber. Insbesondere Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat einen direkten Einsatz des US-Militärs in ihrem Land im Kampf gegen die Drogenkriminalität ausgeschlossen, obwohl Trump betonte: „Die Kartelle regieren Mexiko, wir können sie nicht dulden.“
Hintergrund und politische Strategie
Trumps Regierung hatte bereits in ihrer nationalen Sicherheits- und Verteidigungsstrategie hervorgehoben, die eigenen Interessen in der westlichen Hemisphäre priorisieren zu wollen. Damit ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint. Trump bekräftigte zuletzt mehrfach den Anspruch seines Landes auf die Vorherrschaft auf dem Doppelkontinent.
Gleichzeitig fällt Trump immer wieder mit Kritik an etablierten internationalen Organisationen auf und gründet neue Initiativen wie seinen umstrittenen Friedensrat. Dieses Treffen unterstreicht seinen Ansatz, sich mit ihm wohlgesonnenen Partnern zu umgeben, um seine politischen Ziele voranzutreiben.
Vor allem die mexikanischen Drogenkartelle sind für die Einfuhr von Drogen in die USA verantwortlich, was die Dringlichkeit von Trumps Initiative unterstreicht. Die neue Koalition zielt darauf ab, diese Netzwerke mit militärischen Mitteln zu bekämpfen, obwohl dies auf Widerstand bei einigen Schlüsselländern der Region stößt.



