Trump verspricht US-Gegeleit für Öltanker in der Straße von Hormus – Iran droht mit Beschuss
Trump verspricht US-Geleit für Öltanker in Hormus-Straße

Eskalation in der Straße von Hormus: Trump bietet US-Gegeleit für Öltanker an

Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, ist praktisch blockiert. Iran hat nach Beginn der US-israelischen Angriffe die Sperrung der Meerenge verkündet und droht Schiffen, die passieren wollen, mit Beschuss. Dies hat zu einem Stau von Öltankern in der Region geführt und die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt.

Trumps Reaktion: US-Marine soll Eskorte übernehmen

US-Präsident Donald Trump hat nun eine Gegenmaßnahme angekündigt. In einem Beitrag auf seinem Onlinedienst Truth Social erklärte er, dass die USA notfalls Geleitschutz für festsitzende Öltanker bereitstellen werden. "Falls nötig, wird die US-Marine so schnell wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb Trump. Zusätzlich wies er die staatliche Entwicklungsbank DFC an, Versicherungsschutz und Garantien für den Schiffsverkehr in der Golfregion bereitzustellen, um den Seehandel abzusichern.

Wirtschaftliche Auswirkungen: Öl- und Gaspreise schießen in die Höhe

Die Blockade hat unmittelbare Folgen für die Weltwirtschaft. Die Straße von Hormus ist eine kritische Route für den Öltransport – im Jahr 2024 passierten täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge, was fast 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs entspricht. Auch etwa ein Fünftel des globalen Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) verläuft durch diese Gewässer.

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Infolge der Verknappung sind die Energiepreise stark gestiegen:

  • Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent erreichte am Dienstag kurzzeitig 85,54 US-Dollar, den höchsten Stand seit Juli 2024.
  • Die US-Sorte WTI stieg um mehr als drei Prozent auf 73,45 Dollar pro Barrel.
  • Der Gaspreis im Großhandel kletterte zeitweise auf fast 66 Euro pro Megawattstunde, den höchsten Wert seit über drei Jahren.

Weitreichende Konsequenzen: Produktionskürzungen und Marktnervosität

Die Lage bleibt angespannt. Insider berichten, dass der Irak seine Ölproduktion um mehr als drei Millionen Barrel pro Tag kürzen müsste, falls Tanker die Straße von Hormus nicht frei passieren können. Bereits jetzt wurden Produktionssenkungen in wichtigen Feldern wie Rumaila und West Qurna 2 verzeichnet. Die Lagerbestände in südirakischen Häfen sind auf ein kritisches Niveau gestiegen.

Marktbeobachter warnen vor langfristigen Effekten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) betont, dass die Dauer des Konflikts maßgeblich die Inflation und das Wachstum der Weltwirtschaft beeinflussen wird. Ein anhaltender Anstieg der Energiepreise könnte die wirtschaftliche Erholung gefährden.

Hintergrund: Strategische Bedeutung der Meerenge

Die Straße von Hormus, nur wenige Kilometer breit, verbindet den Persischen Golf mit den Weltmeeren. Anliegerstaaten wie Saudi-Arabien, Irak, Kuwait und Katar sind bedeutende Ölförderländer. Die iranischen Revolutionswächter hatten die Sperrung als Reaktion auf die militärische Operation "Epic Fury" verkündet, bei der das US-Militär seit Kriegsbeginn fast 2000 Ziele in Iran attackiert und 17 iranische Schiffe zerstört haben soll. Teheran antwortet mit Gegenschlägen und erhöht so den wirtschaftlichen Druck.

Die Unsicherheit an den Märkten hält an, während die internationale Gemeinschaft auf weitere Entwicklungen in dieser geopolitischen Krisenregion blickt.

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