Trump warnt Nato vor 'sehr schlechter Zukunft' und fordert Hilfe in Hormus-Straße
Trump warnt Nato vor schlechter Zukunft, fordert Hilfe

Wachsender Druck auf Europa: Trump warnt Nato vor 'sehr schlechter Zukunft'

US-Präsident Donald Trump (79) erhöht den Druck auf die europäischen Verbündeten. In einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Financial Times stellt der amerikanische Staatschef die Zukunft des Nordatlantikpakts offen infrage und warnt vor den Konsequenzen, sollten die Nato-Partner die USA in der Straße von Hormus nicht unterstützen. Eine ausbleibende Hilfe wäre nach seinen Worten „sehr schlecht“ für das Verteidigungsbündnis.

Trump fordert konkrete Unterstützung von Verbündeten

„Wenn es keine Antwort gibt oder wenn es eine negative Antwort gibt, halte ich das für sehr schlecht für die Zukunft der Nato“, erklärte Trump wörtlich. Der US-Präsident betonte, dass seine Regierung die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützt habe und nun Hilfe von den europäischen Verbündeten in der vom Iran de facto gesperrten Meerenge erwarte. Die Straße von Hormus ist an der schmalsten Stelle nur 39 Kilometer breit, mit Fahrrinnen von gerade mal drei Kilometern.

Internationale Reaktionen bleiben verhalten

Bereits am Samstag hatte Trump gefordert, dass andere Staaten im Iran-Krieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung entscheidende Meerenge absichern sollten. Er nannte dabei China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien als mögliche Partner. Doch bei den Verbündeten stieß dieser Vorstoß auf zurückhaltende Reaktionen. Trump wurde konkret: Er wolle Minenräumer sowie „Leute, die einige der böswilligen Akteure ausschalten werden, die sich entlang der Küste befinden“.

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Folgen der Sperrung für die Weltwirtschaft

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus durch das iranische Militär de facto gesperrt. Durch diese strategisch wichtige Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran verläuft rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Kontrolliert wird sie von den iranischen Revolutionsgarden. Zusätzlich beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Die unmittelbare Folge: Die Öl- und Gaspreise schnellten in die Höhe.

Mögliche Verschiebung von Gipfeltreffen

Auch ein geplantes Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping (72) in Peking könnte laut Trump verschoben werden. „Wir würden es gerne vor (dem Treffen, d. Red.) wissen“, sagte er mit Blick auf die erhoffte Unterstützung. Es sei „nur angemessen, dass diejenigen, die von der Straße profitieren, auch dazu beitragen“, sicherzustellen, dass dort nichts Schlimmes passiere. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie sehr die internationale Sicherheitsarchitektur unter Druck geraten ist.

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