Neue Studie legt nahe: Ufos spionierten gezielt US-Atomwaffen aus
Früher nannte man sie Ufos, heute UAP (Unidentified Anomalous Phenomena). Immer wieder behaupten Insider aus US-Geheimdiensten und Regierungskreisen, hinter einigen der rätselhaften Objekte stehe eine nicht menschliche Intelligenz. Falls das stimmt, ist die Frage: Was ist ihr Ziel? Eine neue Studie hat Hunderte historische Sichtungen ausgewertet, die US-Behörden über drei Jahrzehnte gesammelt haben. Die Schlussfolgerung der Autoren: Die Ufo-Aktivitäten folgen einem intelligent gesteuerten Muster – und dieses deute darauf hin, dass bestimmte Objekte gezielt Nuklear- und Militäranlagen beobachtet haben.
Hunderte Sichtungen zwischen 1945 und 1975
Die Untersuchung stammt von der Scientific Coalition for UAP Studies (kurz: SCU). Im Fokus: Berichte über Ufo-Sichtungen in den USA zwischen 1945 und 1975. Grundlage sind vor allem als „unbekannt“ eingestufte Fälle aus dem legendären „Project Blue Book“. Dabei handelt es sich um eine 1951 gegründete Forschungsinitiative des Geheimdienstes der US-Luftwaffe. Zusätzlich nutzten die Autoren der neuen Auswertung Unterlagen aus den Archiven des National Investigations Committee on Aerial Phenomena (NICAP).
Drei spannende Ufo-Fälle aus der Studie
7. Mai 1949, Camp Hood (Texas): An unterschiedlichen Standorten sichten Leutnant Mardell E. Ward und ein Artillerie-Beobachter ein rautenförmiges Objekt, das seine Farbe von weiß über rot zu grün wechselte.
29. Juli 1952, Ennis (Montana): Armee-Major Ben Shaffer und elf weitere Zeugen beobachten ein Objekt, das eine Wolke um sich herum bildet. Dann schießen drei kleinere scheibenförmige Objekte von der Größe eines Düsenjägers aus der Wolke hervor und verschwinden. Weitere fünf kleine Objekte tauchen in V-Formation auf; dann bildet jedes der kleinen Objekte eine Wolke um sich herum und fliegt nacheinander wieder in die große Wolke hinein.
7. November 1975, 490. Strategic Missile Squadron, Lewiston (Montana): Sensoren lösen an dem Raketenstandort des US-Militärs einen Sicherheitsalarm aus. Soldaten entdecken daraufhin eine hell leuchtende, orangefarbene, fußballfeldgroße Scheibe über dem Raketenstandort. Zwei F-106-Abfangjäger starten. Das UFO steigt auf und verschwindet vom Radar.
Ufo-Sichtungen mit bestimmtem Muster
Die gemeldeten und nun ausgewerteten Ufo-Sichtungen traten laut Studie oft zeitlich versetzt auf und verlagerten sich von Region zu Region. Die Autoren deuten das als Hinweis auf eine kleine mobile Aufklärungspräsenz. Viele gleichzeitige Vorfälle an mehreren Orten fanden sie dagegen nicht. Aus Zielauswahl, Verhalten und zeitlicher Abfolge leiten die Forscher die These ab, dass hinter den gemeldeten Ufo-Vorfällen eine „langfristige, strategisch ausgerichtete Operation“ steckt.
Militär- und Nuklearanlagen im Fokus der UAPs
Besonders auffällig ist aus Sicht der SCU, dass sich überproportional viele Berichte von Ufo-Sichtungen auf militärische und nukleare Einrichtungen beziehen. Die Häufung solcher Fälle fällt laut Studie zeitlich mit wichtigen Phasen der amerikanischen nuklearen Aufrüstung zusammen, etwa mit der Entwicklung von Atomwaffen und der Stationierung von Raketen. Genannt werden Aktivitätsspitzen 1949 bis 1951, 1952, 1957 sowie im Oktober und November 1975 im sogenannten „Northern Tier“ an der Grenze zu Kanada.
Anpassung gegenüber Abwehrmaßnahmen
Die Studie beschreibt auch Veränderungen im Verhalten der beobachteten Objekte. Frühere Fälle seien häufiger am Tag gemeldet worden. Später habe sich das Muster stärker in die Nacht verlagert. Berichte, wonach sich die unbekannten Objekte bei Annäherung von Abfangjägern entzogen oder Lichter ausschalteten, interpretieren die Autoren als Reaktion auf menschliche Abwehrmaßnahmen.
Nicht menschliche Intelligenz als Arbeitshypothese
Die weitreichendste Aussage der Studie betrifft die mögliche Natur der beobachteten Phänomene. Die Autoren betonen, dass eine nicht menschliche Intelligenz nur eine Arbeitshypothese ist – einige der beschriebenen Flugeigenschaften hätten nach ihrer Einschätzung die technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit überstiegen. Hauptautor Ian M. Porritt vermutet, dass das beobachtete Verhalten auf eine langfristige Absicht hindeutet, zugleich aber durch operative Grenzen eingeschränkt war. Die „offensichtliche Zurückhaltung“ der Ufos deute eher auf fehlende Ressourcen, nicht auf „wohlwollende Absichten“. Wichtig ist: Auch nach Darstellung der SCU liefert die Studie keine endgültige Bestätigung. Sie versteht sich vielmehr als analytisches Modell, mit dem historische UAP-Berichte gedeutet werden sollen.



