Russische Drohnen treffen Wohnviertel in der Ukraine
Bei nächtlichen Drohnenangriffen aus Russland sind in der Ukraine nach offiziellen Angaben mindestens 14 Menschen verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe ortete insgesamt 137 angreifende Drohnen, von denen 122 erfolgreich abgefangen werden konnten. Dennoch kam es an zehn verschiedenen Orten zu Einschlägen, die erhebliche Schäden und Verletzungen verursachten.
Schwere Schäden in Dnipro und Charkiw
In der südlichen Großstadt Dnipro wurde ein Wohnblock durch einen Drohnentreffer beschädigt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, über den Messenger-Dienst Telegram mitteilte. Bei diesem Angriff wurden zehn Personen verletzt, darunter ein zwölfjähriger Junge. Neben dem Wohngebäude erlitt auch ein Verwaltungsgebäude Schäden.
Im Osten des Landes, in der Großstadt Charkiw, trafen Drohnen einen Stadtteil mit Einfamilienhäusern. Bürgermeister Ihor Terechow berichtete, dass dabei vier Menschen verletzt wurden. Die Angriffe richteten sich gezielt gegen zivile Wohngebiete und hinterließen eine Spur der Zerstörung.
Luftabwehr und russische Gegenangriffe
Die ukrainische Luftwaffe betonte, dass trotz der hohen Anzahl von 137 Drohnen aus Russland die Abwehrmaßnahmen teilweise erfolgreich waren. Mit 122 abgefangenen Drohnen konnte ein Großteil der Angriffe verhindert werden. Allerdings zeigen die Einschläge in zehn Orten die anhaltende Bedrohung durch die russischen Angriffe.
Das russische Militär in Moskau meldete seinerseits, in derselben Nacht 17 ukrainische Drohnen abgefangen zu haben. Dieser Austausch von Drohnenangriffen unterstreicht die Eskalation des Konflikts, der seit mehr als vier Jahren andauert und das Nachbarland Ukraine immer wieder mit schweren Attacken überzieht.
Die Situation bleibt angespannt, da die zivilen Opfer und die Zerstörung von Infrastruktur die humanitäre Krise in der Ukraine weiter verschärfen. Die internationalen Beobachter verurteilen die Angriffe auf Wohngebiete und fordern eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen.



