Ukrainische Drohnen treffen strategischen russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk
Die Ukraine hat in der Nacht zum 2. März 2026 einen bedeutenden Angriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk durchgeführt. Dieser Hafen dient Russland als wichtige Flottenbasis und zentrale Export-Drehscheibe im Schwarzen Meer und besitzt somit hohe strategische Bedeutung für das Land.
Zivile Opfer und Sachschäden gemeldet
Nach Angaben russischer Behörden wurden bei den ukrainischen Drohnenangriffen fünf Menschen in der Hafenstadt Noworossijsk verletzt. Der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, teilte über Telegram mit, dass bei der Attacke acht Wohnblocks und neun private Wohnhäuser beschädigt worden seien. Die Behörden riefen daraufhin in Noworossijsk den Notstand aus und forderten die Bürger auf, weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.
Brand im strategischen Ölterminal Schechsaris
Das unabhängige Portal Astra berichtete zudem von einem Brand im Ölterminal Schechsaris im Süden von Noworossijsk. Dieser Brand sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe hervorgerufen worden. Das Terminal Schechsaris gilt als strategisch wichtiger Standort für Russland zur Aufnahme, Lagerung und Verschiffung von Öl und Ölprodukten und spielt eine entscheidende Rolle beim Ölexport über das Schwarze Meer. Bereits im November 2025 hatten ukrainische Drohnen bei einem Angriff auf eine nahegelegene Militärbasis Schäden an Schechsaris verursacht.
Russland meldet Abschuss zahlreicher Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau gab bekannt, dass in der Nacht insgesamt 172 Drohnen abgeschossen worden seien. Davon seien 67 Drohnen über dem Schwarzen Meer und 66 über dem südrussischen Gebiet Krasnodar liquidiert worden. Diese Meldung unterstreicht das Ausmaß der ukrainischen Angriffsbemühungen und die intensive Abwehrreaktion der russischen Streitkräfte.
Die Ereignisse in Noworossijsk markieren einen weiteren Eskalationsschritt im anhaltenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, bei dem zivile Infrastruktur und strategische Einrichtungen zunehmend ins Visier geraten. Die genauen Auswirkungen auf den russischen Ölexport und die militärische Präsenz im Schwarzen Meer bleiben abzuwarten, doch die Angriffe verdeutlichen die anhaltende Instabilität in der Region.



