Dutzende US-Demokraten boykottieren Trumps Rede zur Lage der Nation
US-Demokraten boykottieren Trumps Rede zur Lage der Nation

Dutzende US-Demokraten boykottieren Trumps Rede zur Lage der Nation

In einer deutlichen Protestaktion wollen etwa 50 demokratische Mitglieder des US-Kongresses der traditionellen Rede von Präsident Donald Trump zur Lage der Nation in diesem Jahr fernbleiben. Nach Berichten US-amerikanischer Medien planen zahlreiche Abgeordnete und Senatoren der oppositionellen Demokraten, die Ansprache des republikanischen Präsidenten zu boykottieren.

Geteilte Strategien im demokratischen Lager

Innerhalb der demokratischen Fraktion gehen die Meinungen darüber auseinander, wie der Protest gegen die Regierung am wirkungsvollsten ausgedrückt werden kann. Der Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, äußerte sich zuletzt zu den verschiedenen Optionen. Man könne entweder in stiller Ablehnung an der Veranstaltung teilnehmen oder demonstrativ fernbleiben.

Viele Demokraten wollen Ausschreitungen wie im vergangenen Jahr unbedingt vermeiden. Damals war der demokratische Abgeordnete Al Green aus Texas während Trumps Rede abgeführt worden, nachdem er lautstark protestiert und mit seinem goldverzierten Gehstock gewedelt hatte.

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Symbolische Gäste und alternative Veranstaltungen

Einige Demokraten planen zwar, an der Rede teilzunehmen, wollen aber über ihre mitgebrachten Gäste ein deutliches Zeichen setzen. Sie laden beispielsweise Betroffene der umstrittenen Razzien gegen Migranten oder Opfer des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein als symbolische Begleitung ein.

Andere Abgeordnete und Senatoren verzichten komplett auf die offizielle Veranstaltung und wollen stattdessen an Gegenveranstaltungen liberaler Aktivisten und Gruppen teilnehmen. Bei diesen alternativen Treffen sollen unter anderem der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, sowie der Journalist und bekannte Trump-Kritiker Don Lemon sprechen.

Frey hatte sich zuvor offen gegen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE in seiner Stadt gestellt. Die geplanten Gegenveranstaltungen zeigen, dass die Demokraten ihren Protest gegen die Trump-Regierung bewusst aus dem offiziellen Rahmen der Rede zur Lage der Nation herausverlagern wollen.

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