Krieg in Nahost: US-Kampfjets greifen iranische Öltanker an
Die Vereinigten Staaten haben nach eigenen Angaben zwei iranische Öltanker im Golf von Oman angegriffen. Das teilte das US-Zentralkommando auf der Plattform X mit. Die leeren Schiffe hätten versucht, die von den USA verhängte Blockade zu durchbrechen, um einen iranischen Hafen anzulaufen.
US-Kampfjets vom Typ F/A-18E Super Hornet hätten die beiden Tanker unter Beschuss genommen und sie außer Gefecht gesetzt. Bereits am Mittwoch hatte das US-Militär einen anderen unbeladenen Öltanker unter iranischer Flagge gestoppt. „Alle drei Schiffe sind nicht mehr auf dem Weg in den Iran“, erklärte das US-Zentralkommando.
Hintergrund der Blockade
Die USA verschärfen seit Wochen ihre Sanktionen gegen den Iran und versuchen, den Ölexport des Landes zu unterbinden. Die Blockade im Golf von Oman soll verhindern, dass iranisches Rohöl auf dem Weltmarkt verkauft wird. Der Iran droht im Gegenzug mit der Sperrung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Wasserstraßen für den globalen Öltransport.
Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die USA werfen dem Iran vor, durch sein Atomprogramm und die Unterstützung von Milizen in der Region den Frieden zu gefährden. Der Iran wiederum bezeichnet die US-Sanktionen als Wirtschaftskrieg.
Der Angriff auf die Tanker könnte die Lage weiter eskalieren lassen. Experten befürchten eine militärische Konfrontation, sollten beide Seiten nicht zu einer diplomatischen Lösung finden. Die internationale Gemeinschaft zeigt sich besorgt und ruft zur Deeskalation auf.



