Die geplante Verringerung der US-Truppenpräsenz in Deutschland stößt auf Widerstand aus den eigenen Reihen von US-Präsident Donald Trump. Rund 5000 der knapp 40.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten sollen in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgezogen werden. Als offizieller Grund wird eine Überprüfung der Truppenpräsenz in Europa genannt. Doch die zunehmenden Spannungen zwischen Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dürften ebenfalls eine Rolle spielen. Merz hatte Trumps Irankriegsstrategie kritisiert.
Republikaner warnen vor falschem Signal
Die Republikaner Roger Wicker, Senator aus Mississippi, und Mike Rogers, Abgeordneter aus Alabama, äußerten in einer gemeinsamen Erklärung ihre tiefe Besorgnis über die Abzugspläne. Sie forderten, dass jede bedeutende Änderung der US-Truppenpräsenz in Europa mit dem Kongress und den Verbündeten abgestimmt werden müsse. Das Pentagon müsse dem Hauptausschuss für Aufsicht und Rechenschaft im Repräsentantenhaus die möglichen Auswirkungen auf die US-Abschreckungsstrategie und die transatlantische Sicherheit darlegen.
Nato-Aufrüstung gefährdet
Die beiden Politiker verwiesen auf die anstehenden Nato-Aufrüstungspläne. Selbst wenn die europäischen Alliierten ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigerten, würde der Prozess Jahre dauern. Der Truppenabzug sende ein falsches Signal an Russlands Präsident Wladimir Putin und schwäche die Abschreckung.



