Neuer Krieg im Nahen Osten: USA und Israel starten Angriffe auf Iran zur Machtübernahme
USA und Israel greifen Iran an - Ziel: Machtwechsel in Teheran

Neuer Krieg im Nahen Osten: USA und Israel starten Angriffe auf Iran zur Machtübernahme

Die Vereinigten Staaten und Israel haben massive Luftangriffe auf den Iran mit dem erklärten Ziel eines Machtwechsels in Teheran gestartet. US-Präsident Donald Trump rief die iranische Bevölkerung direkt an, die Führung des Landes zu übernehmen. „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung“, wandte er sich an das 90 Millionen-Volk. Die Islamische Republik reagierte prompt mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in mehreren Golfstaaten, was weltweit Besorgnis und Warnungen vor einer gefährlichen Eskalation auslöste.

Präventivschlag mit weitreichenden Zielen

Israel hatte am Morgen den Beginn eines „Präventivschlags“ verkündet. Kurz darauf bestätigte Trump in einer Videobotschaft, dass auch das US-Militär Angriffe durchführe. Diese zielten nicht nur auf einen Regimewechsel ab, sondern sollten auch die militärische Schlagkraft des Landes vernichten und den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe hindern. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu begründete die neuen Angriffe ebenfalls mit der atomaren Bedrohung durch den Iran. „Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen“, erklärte Netanjahu.

Gezielte Angriffe auf iranische Führung

Nach israelischen Militärangaben versuchte Israel im Iran gezielt Vertreter der Führung in Teheran anzugreifen. Am Morgen seien gleichzeitig mehrere Orte in der Hauptstadt attackiert worden, teilte die israelische Armee mit. Dort hätten sich „hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führung Irans versammelt“. Der Iran betonte hingegen, wichtige Staatsmänner wie der Präsident seien wohlauf. Verlässliche Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei, dessen Residenz zerstört wurde, gab es zunächst nicht.

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Panik und Zerstörung im Iran

Schwere Explosionen versetzten die Menschen in der Hauptstadt Teheran und in anderen Landesteilen in Panik. Welche Ziele dabei getroffen wurden, blieb zunächst unklar. Ein Video der Nachrichtenagentur Mehr zeigte große Zerstörung mitten in der Millionenmetropole. Auf der Aufnahme war ein völlig zerstörtes Gebäude zu sehen, während mehrere Rettungskräfte am Rande der Trümmer arbeiteten.

Augenzeugen berichteten per SMS, dass sich in Teheran lange Schlangen an Tankstellen gebildet hätten. Viele Menschen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen. Geschäfte waren vielerorts geschlossen. Ärzte und Personal im Gesundheitswesen wurden aufgefordert, sich bereitzuhalten.

Tragödie in Mädchenschule

Explosionen wurden auch aus anderen Landesteilen gemeldet, unter anderem in Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Tabris. Auch nahe der Kulturmetropole Isfahan gab es Explosionen, wo sich ein zentrales Nuklearzentrum befindet. Im Süden des Landes wurden nach Angaben von Staatsmedien durch einen Raketenangriff 57 Kinder in einer Mädchenschule getötet.

Iranische Gegenangriffe mit begrenzter Wirkung

Der Iran griff auch US-Militärstützpunkte in Golfstaaten an, die mit den Vereinigten Staaten verbündet sind. Die Vereinigten Arabischen Emirate, wo in Abu Dhabi ein Mensch durch Trümmerteile einer Rakete getötet wurde, sprachen von einer „gefährlichen Eskalation“ und einem „feigen Akt“.

Nach Einschätzung des Politologen Maximilian Terhalle von der kalifornischen Stanford University hat der Iran jedoch nicht die Schlagkraft, die Amerikaner militärisch entscheidend zu schwächen. „Die Iraner versuchen zwar, überall dort anzugreifen, wo die Amerikaner im Nahen Osten stationiert sind“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das seien aber eher Nadelstiche.

Raketenalarm in Israel

In vielen Teilen Israels und des Westjordanlands gab es den Tag über immer wieder Luftalarm wegen anfliegender Raketen und Geschosse. Auf Entwarnung folgte teils innerhalb kürzester Zeit ein neuer Alarm, sodass Normalität kaum möglich war. Medien berichteten über vereinzelte Einschläge, bei denen es jedoch keine Opfer gegeben habe. Einige Menschen hätten sich jedoch bei der Flucht in Bunker verletzt oder hätten wegen Angstattacken behandelt werden müssen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.

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Hintergrund: Gescheiterte Verhandlungen

Die Angriffe folgen auf gescheiterte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm des Landes. Erst am Donnerstag hatten beide Seiten noch verhandelt. Für eine Einigung hatte Trump Teheran ein Ultimatum bis Anfang März gestellt - und auch mit militärischen Maßnahmen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden.

Trump rief die iranische Bevölkerung auf, Schutz zu suchen. „Bomben werden überall fallen.“ Die Führung des Landes beschuldigte er, sich gegen einen Deal über das Atomprogramm gesperrt zu haben. „Sie wollten einfach nur Böses tun.“

Internationale Reaktionen

Der Iran forderte die UN und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Attacken zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

Auch Russland verurteilte das Vorgehen der USA und Israels. Es handele sich um einen Angriff auf einen „souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen“, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Krisenstab in Berlin

Die Bundesregierung berät über die neue Eskalation in Nahost. Im Auswärtigen Amt wurde der Krisenstab einberufen. Am Montag wollte Kanzler Friedrich Merz in die USA reisen und dort am Dienstag Trump treffen. Ob es dabei bleibt, war zunächst unklar.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Entwicklung als „äußerst besorgniserregend“. „Wir rufen alle Parteien auf zu größtmöglicher Zurückhaltung, Zivilisten zu schützen und das Völkerrecht zu achten“, schrieb sie auf X.