USA begleichen 160 Millionen Dollar Uno-Schulden während Trumps Friedensrat-Treffen
USA zahlen 160 Millionen Dollar Uno-Schulden während Friedensrat

USA überweisen 160 Millionen Dollar an Uno während umstrittener Friedensrat-Sitzung

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben einen Teil ihrer erheblichen Schulden bei den Vereinten Nationen beglichen. Ein Uno-Sprecher bestätigte am Donnerstag, dass Washington in der vergangenen Woche eine Überweisung in Höhe von rund 160 Millionen Dollar getätigt hat. Diese Bekanntgabe erfolgte zeitgleich mit der ersten Sitzung des von US-Präsident Donald Trump initiierten Friedensrates in Washington.

Trumps finanzielle Zusagen während Friedensrat-Eröffnung

Während des Treffens seines neu geschaffenen Gremiums erklärte Präsident Trump, seine Regierung werde die Vereinten Nationen finanziell stärken. "Wir werden ihnen in Gelddingen helfen, und wir werden sicherstellen, dass die Vereinten Nationen lebensfähig sind", sagte der amerikanische Präsident. Er fügte hinzu: "Ich denke, die Vereinten Nationen haben großes Potenzial, wirklich großes Potenzial. Sie haben dieses Potenzial nicht ausgeschöpft."

Trotz dieser positiven Aussagen bleiben die finanziellen Verpflichtungen der USA gegenüber der Weltorganisation enorm. Die Vereinigten Staaten sind zwar der größte Beitragszahler zum Uno-Haushalt, haben jedoch unter der Regierung Trump regelmäßig Pflichtbeiträge für den regulären Haushalt und für Friedensmissionen verweigert.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das volle Ausmaß der amerikanischen Uno-Schulden

Die aktuelle Zahlung von 160 Millionen Dollar stellt nur einen kleinen Teil der gesamten Verbindlichkeiten dar. Nach Angaben von Uno-Vertretern beliefen sich die Schulden der USA gegenüber dem regulären Uno-Haushalt Anfang Februar auf 2,19 Milliarden Dollar. Diese Summe entspricht mehr als 95 Prozent aller weltweit ausstehenden Zahlungen der Mitgliedsstaaten.

Zusätzlich zu diesen Haushaltsschulden schulden die Vereinigten Staaten:

  • 2,4 Milliarden Dollar für laufende und vergangene Friedensmissionen
  • 43,6 Millionen Dollar für UN-Tribunale

Insgesamt übersteigen die amerikanischen Verbindlichkeiten gegenüber den Vereinten Nationen damit die Marke von vier Milliarden Dollar. Parallel zu diesen finanziellen Fragen hat sich Washington aus Dutzenden UN-Organisationen zurückgezogen und freiwillige Zahlungen an Uno-Einrichtungen mit eigenen Budgets gekürzt.

Der umstrittene Friedensrat und internationale Reaktionen

Präsident Trump hatte seinen Friedensrat im vergangenen Monat ins Leben gerufen und das Gremium bereits Ende des Vorjahres als Teil seines Plans zur Beendigung des israelischen Krieges im Gazastreifen vorgeschlagen. Eine Resolution des Uno-Sicherheitsrates erkannte das Gremium zwar bis 2027 an, beschränkte seinen Aufgabenbereich jedoch auf den Gazastreifen.

Trump führt den Vorsitz des von ihm initiierten Rates und sieht in ihm ein Instrument, das auch internationale Konflikte jenseits des Nahen Ostens schlichten könnte. Diese Vision stößt international auf Skepsis:

  1. Viele Staaten betrachten den Friedensrat als überflüssige Konkurrenz zu den etablierten Vereinten Nationen
  2. Westliche Verbündete der USA haben Angebote zur Vollmitgliedschaft abgelehnt
  3. Zu den ablehnenden Staaten gehören Deutschland, Frankreich und Großbritannien

Die zeitliche Koinzidenz der Schuldenzahlung mit der ersten Sitzung des Friedensrates unterstreicht die komplexe Beziehung zwischen der Trump-Regierung und den multilateralen Institutionen. Während finanzielle Unterstützung zugesagt wird, schafft die Administration parallel alternative Strukturen, die von vielen traditionellen Partnern kritisch gesehen werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration