Vier Jahre Krieg in der Ukraine: Putins Offensive endet in tödlichem Patt
Genau vier Jahre sind vergangen, seit Russland seinen Krieg gegen die Ukraine begonnen hat. Dieser Konflikt hat bereits länger gedauert als der Zweite Weltkrieg der Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland. Dennoch ist Wladimir Putins Reich von einem Sieg über Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk weiter entfernt denn je. Bereits im Jahr 2014 hatte Russland die Krim annektiert und Teile der Ostukraine besetzt, doch diese Aggression reichte dem Kreml nicht aus.
Anfängliche Erfolge und schneller Kollaps
Die vollständige Invasion startete am 24. Februar 2022. Innerhalb weniger Tage brachte die russische Armee etwa 27 Prozent des ukrainischen Territoriums unter ihre Kontrolle und stand vor den Toren Kiews sowie anderer großer Städte. Allerdings unterschätzte Putin die Widerstandskraft der ukrainischen Verteidiger. Bereits im April 2022 musste sich Russland aus dem Norden zurückziehen, und im September sowie November desselben Jahres kollabierten seine Truppen in den Regionen Charkiw und Cherson. Zum ersten Jahrestag des Krieges hatte Russland bereits ein Drittel seiner anfänglichen Eroberungen wieder verloren.
Brutale Angriffe ohne entscheidende Durchbrüche
Seitdem hat sich der Krieg zwar intensiviert und ist brutaler geworden, doch neue entscheidende Durchbrüche sind den russischen Streitkräften nicht gelungen. Im Jahr 2023 scheiterte die ukrainische Gegenoffensive im Süden, während Russland 2024 die Region Charkiw erneut von Norden aus angriff. Im vergangenen Jahr erhöhte Putins Militär den Druck im Donbas, eroberte unter hohen Verlusten die Städte Awdijiwka und Pokrowsk und drang weiter nach Westen vor. Dennoch herrscht am Ende des vierten Kriegsjahres ein tödliches Patt zwischen den russischen Angreifern und den ukrainischen Verteidigern, ohne dass eine Seite einen klaren Vorteil erringen konnte.
Verheerende Verluste und unnachgiebige Forderungen
Laut Analysen der Denkfabrik CSIS sind in diesem Konflikt bislang etwa 325.000 russische Soldaten gefallen. Auf ukrainischer Seite werden etwa 140.000 militärische Tote sowie fast 15.000 getötete Zivilisten verzeichnet. Hinzu kommen Millionen von Flüchtlingen, von denen viele auch in Deutschland Schutz suchen. Trotz intensiver Friedensbemühungen, unter anderem unter der Leitung von US-Präsident Donald Trump, weicht der Kreml nicht von seiner unrealistischen Maximalforderung ab: die vollständige Zerstörung der Ukraine. Daher geht der Krieg unerbittlich weiter, ohne Aussicht auf eine baldige Lösung.



