Waffenruhe im Libanon hält kaum stand – Trump hofft auf Iran-Abkommen
Waffenruhe im Libanon brüchig – Trump hofft auf Iran-Deal

Waffenruhe im Libanon brüchig – Hoffnung auf Iran-Einigung bleibt

Leuchtspurgeschosse erhellen den Nachthimmel, während Menschen im Libanon aus Freude über eine neue Waffenruhe mit scharfer Munition in die Luft schießen. Doch kaum trat die Feuerpause zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in Kraft, meldete die libanesische Armee bereits Verstöße durch Israel. Mehrere Dörfer im Süden des Landes seien beschossen worden, hieß es. Diese zunächst für zehn Tage vereinbarte Waffenruhe soll den USA Luft verschaffen, um die Friedensgespräche mit dem Iran, dem wichtigsten Unterstützer der Hisbollah, fortzusetzen.

Trump äußert Zuversicht im Iran-Konflikt

US-Präsident Donald Trump zeigte sich vor dem Weißen Haus zuversichtlich über eine mögliche Einigung im Krieg mit Teheran. „Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen“, sagte er Reportern. Er kündigte an, dass es „vielleicht“ an diesem Wochenende eine zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran geben werde. Eine erste Verhandlungsrunde in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatte zu keiner dauerhaften Lösung geführt. Sollte es nötig sein, werde Trump die Waffenruhe verlängern, und bei einer Einigung erwäge er, persönlich zur Vertragsunterzeichnung nach Islamabad zu reisen.

Hisbollah stellt Bedingungen – UN appelliert

Die Hisbollah ließ zunächst offen, ob sie sich an die Waffenruhe halten wird. Sie forderte, dass jede Feuerpause „umfassend für das gesamte libanesische Gebiet“ gelten und keinerlei Truppenbewegungen Israels zulassen dürfe. Ohne die Miliz am Verhandlungstisch wäre eine dauerhafte Vereinbarung schwer erreichbar, wie das „Wall Street Journal“ berichtete. UN-Generalsekretär António Guterres rief Israel und die Hisbollah auf, die Waffenruhe uneingeschränkt zu respektieren.

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Jubel und Skepsis im Libanon

In der Hauptstadt Beirut feierten Menschen auf den Straßen, und lokale Medien berichteten, dass sich zahlreiche Vertriebene bereits auf den Weg in den Süden des Landes machten. Mehr als eine Million Menschen waren durch den Krieg vertrieben worden. Der Iran begrüßte die Waffenruhe und wertete sie als Erfolg für die Hisbollah und Teheran. Ein ranghoher Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden betonte, die Feuerpause sei der standhaften Haltung der Hisbollah und der politischen Unterstützung Irans zu verdanken.

USA halten alle Optionen offen

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth warnte den Iran vor neuen Angriffen und betonte, dass die USA alle Optionen im ungelösten Konflikt offenhielten. Das US-Militär blockiere weiterhin die Straße von Hormus für iranische Schiffe, was die Energiepreise stark in die Höhe getrieben hatte. Hegseth bezeichnete iranische Drohungen als „Piraterie“ und „Terrorismus“. Unter dem wirtschaftlichen Druck beraten westliche Partner in Paris über eine mögliche Militärmission zur Sicherung der Meerenge.

Internationale Friedensbemühungen intensivieren sich

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif flog von Saudi-Arabien nach Katar, um eine Lösung im Iran-Krieg zu sondieren. Pakistan halte offene Gesprächskanäle mit den betroffenen Parteien aufrecht, sagte ein Sprecher. Aus Diplomatenkreisen verlautete, ein neuer Gesprächstermin werde erst nach Sharifs Rückkehr am Samstag festgelegt. Unterdessen traf Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, in Teheran ein, wo er als harter Verhandler gilt, bevor er in die USA weiterreisen soll.

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