Waffenruhe im Libanon tritt in Kraft - Trump hofft auf Iran-Einigung
Waffenruhe im Libanon - Hoffnung auf Iran-Einigung

Waffenruhe im Libanon tritt in Kraft - Hoffnung auf Frieden im Iran-Krieg

Im Libanon ist seit Mitternacht eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in Kraft getreten. Diese Feuerpause, die zunächst für zehn Tage vereinbart wurde, soll den USA Raum für die Fortsetzung der Friedensgespräche mit dem Iran verschaffen. Bereits kurz nach Inkrafttreten meldete die libanesische Armee jedoch erste Verstöße durch Israel und berichtete von Beschüssen mehrerer Dörfer im Süden des Landes.

Trumps Optimismus für eine baldige Einigung

US-Präsident Donald Trump äußerte sich vor dem Weißen Haus zuversichtlich über eine mögliche Einigung im Krieg mit dem Iran. „Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen“, erklärte er gegenüber Reportern. Trump kündigte an, dass es „vielleicht“ bereits an diesem Wochenende eine zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran geben könnte. Sollte dies notwendig sein, sei er bereit, die Waffenruhe im Libanon über den vereinbarten Zeitraum hinaus zu verlängern.

Der US-Präsident hatte die Waffenruhe nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auf seiner Plattform Truth Social verkündet. „Das war vielleicht ein historischer Tag für den Libanon. Es geschehen gute Dinge!“, schrieb Trump. Er hoffe, dass sich die Hisbollah in dieser wichtigen Phase kooperativ verhalte.

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Reaktionen aus der Region und internationale Bemühungen

Die Hisbollah selbst ließ zunächst offen, ob sie sich an die Waffenruhe halten wird. Die Miliz forderte, dass jede Feuerpause „umfassend für das gesamte libanesische Gebiet“ gelten müsse und keine Truppenbewegungen Israels zulasse. UN-Generalsekretär António Guterres rief beide Seiten auf, die Vereinbarung uneingeschränkt zu respektieren.

In der libanesischen Hauptstadt Beirut feierten Menschen den Beginn der Waffenruhe, indem sie aus Freude in die Luft schossen. In den schwer vom Krieg betroffenen südlichen Vororten der Stadt kam es zu spontanen Straßenfeiern. Lokalen Medienberichten zufolge machten sich bereits zahlreiche Vertriebene auf den Weg in ihre Heimatregionen – mehr als eine Million Menschen waren durch die Kämpfe vertrieben worden.

Der Iran begrüßte die Waffenruhe ausdrücklich. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums betonte, dass Teheran das Thema wiederholt in den Verhandlungen mit den USA angesprochen habe. Ein ranghoher Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden wertete die Feuerpause sogar als Erfolg für die Hisbollah und den Iran.

Weitere Entwicklungen im Iran-Konflikt

Während die Waffenruhe im Libanon Hoffnung auf Entspannung weckt, bleiben die Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin hoch. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, dass Washington alle Optionen im ungelösten Konflikt offenhalte. Das US-Militär überwache genau, welche Waffen der Iran derzeit wo in Stellung bringe.

Die Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus durch die USA hat zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen für den Iran geführt. Die iranische Marine hatte die Meerenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern faktisch unpassierbar gemacht, was die globalen Energiepreise in die Höhe trieb. Unter diesem Druck beraten westliche Partner heute in Paris über eine mögliche Militärmission zur Sicherung der Wasserstraße.

Diplomatische Bemühungen laufen weiter

Parallel zu den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran setzen auch andere Akteure ihre diplomatischen Initiativen fort. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif reiste von Saudi-Arabien nach Katar, um eine Lösung im Iran-Krieg auszuloten. Pakistan halte „offene Gesprächskanäle mit allen betroffenen Parteien“ aufrecht, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums.

Aus Diplomatenkreisen verlautete, dass ein neuer Gesprächstermin zwischen den Kriegsparteien erst nach der Rückkehr von Sharif am Samstag festgelegt werden soll. Unterdessen traf Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, in Teheran ein. Munir gilt als zentraler Entscheider in Pakistan und als harter Verhandler. Er soll in der Türkei mit Sharif zusammentreffen, bevor er in die USA weiterreist.

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Die internationale Gemeinschaft bleibt gespannt, ob die Waffenruhe im Libanon hält und ob die Friedensgespräche mit dem Iran tatsächlich zu einer dauerhaften Einigung führen können.