Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai hat sich der neu formierte „Beirat für Menschen mit Behinderungen“ in Prenzlau der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ehrenamtlichen Knut Hencke, Christin Rettig und Silke Maske informierten auf dem Marktberg über ihre Arbeit und nahmen Anliegen der Bürger entgegen. Unterstützt wurden sie von Bürgermeister Marek Wöller-Beetz.
Barrierefreiheit als zentrales Anliegen
Der Beirat will sich für eine barrierefreie Infrastruktur in Prenzlau einsetzen. Ein aktuelles Beispiel ist die Ampelschaltung an der sogenannten „Babette-Kreuzung“. Dort ist die Grünphase für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehhilfen zu kurz. Zudem funktionieren akustische Signalgeber nicht an allen Ampeln der Stadt. Der Beirat sammelt solche Hinweise und bringt sie in die Stadtverordnetenversammlung ein.
Schulen und öffentliche Gebäude
Bürgermeister Wöller-Beetz betonte, dass alle Schulen in Prenzlau barrierefrei seien – mit Ausnahme der alten „Penne“. Für dieses historische Gebäude stehe die Stadt in Kontakt mit der Denkmalschutzbehörde, um einen barrierefreien Zugang zu schaffen. Der Bürgermeister lobte das Engagement der Beiratsmitglieder und ermutigte die Bürger, sich mit ihren Anliegen an den Beirat zu wenden.
Was bedeutet Barrierefreiheit?
Barrierefreiheit geht über Rampen und breite Türen hinaus. Sie umfasst auch Gebrauchsgegenstände, Dienstleistungen, Medien und Freizeitangebote. Ziel ist es, dass alle Menschen – mit und ohne Behinderung – gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Davon profitieren nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch Senioren, Eltern mit Kinderwagen und vorübergehend eingeschränkte Personen.
Beirat sucht Verstärkung
Die Ehrenamtlichen des Beirats engagieren sich aus persönlichen oder beruflichen Erfahrungen mit Menschen, die Unterstützung benötigen. Sie freuen sich über weitere Mitstreiter. Kontaktmöglichkeiten: E-Mail an [email protected] oder telefonische Sprechstunde jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr unter 0175 2256809. Weitere Informationen gibt es auf www.prenzlau.de.



