Rostocker Zoo: Brückenabriss zerschneidet Tierpark in zwei Teile
Brückenabriss: Zoo Rostock in zwei Teile geteilt

Der Abriss der Rennbahnbrücke in Rostock ab Oktober 2026 hat weitreichende Folgen für den Zoo der Hansestadt. Der bisherige Durchgang zwischen dem historischen und dem neuen Zooteil wird blockiert, sodass der Zoo quasi in der Mitte durchgeschnitten wird. Die Zooleitung arbeitet bereits an Konzepten, um die Besucherführung während der Bauarbeiten zu gewährleisten.

Hintergrund der Baumaßnahme

Die Rennbahnalleebrücke wird ab Oktober 2026 abgerissen. Dadurch wird nicht nur die Straßenbahnverbindung zwischen dem Zoo und dem Neuen Friedhof unterbrochen, sondern auch der innerzooliche Durchgang versperrt. Dieses Nadelöhr, das die beiden Zooteile verbindet, fällt für mehrere Monate weg. Romy Endlicher, Marketingleiterin des Rostocker Zoos, erklärt: „Wir machen uns gerade Gedanken, wie wir die Besucherführung gestalten.“

Zeitplan der Sperrungen

Vom 12. November 2026 bis zum 11. Februar 2027 sind insgesamt 18 Sperrtage vorgesehen, an denen kein Besucherverkehr durch den Durchgang möglich ist. Lediglich Versorgungsfahrzeuge des Zoos, etwa für Futterlieferungen, dürfen passieren. Da die Sperrtage nicht zusammenhängen und sich bei Bauarbeiten kurzfristig Änderungen ergeben können, erwägt die Zooleitung, den Durchgang für die gesamten drei Monate komplett zu schließen. „Damit die Besucher, vor allem auch die Touristen, Klarheit haben“, so Endlicher. Während dieser Zeit wird über eine separate Vermarktung beider Zooteile nachgedacht.

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Alternativen für Besucher

Besucher können dann entweder den neuen Zooteil mit dem Darwineum über den Eingang Barnstorfer Ring oder den historischen Zooteil mit dem Polarium über den Eingang Trotzenburg besuchen. Die Zooleitung betont, dass die Gäste weiterhin beide Zooteile besuchen können, allerdings müssen sie dann außen herum vom Eingang Barnstorfer Ring zum Eingang Trotzenburg laufen und dabei die Rennbahnallee überqueren. Die Planungen sind jedoch noch nicht endgültig; sie hängen von Entscheidungen des Zoo-Aufsichtsrates und der Stadt als Hauptgesellschafter ab.

Ausblick nach Februar 2027

Nach dem 11. Februar 2027 sind von der Baufirma nur noch sieben Sperrtage bis zum voraussichtlichen Ende der Brückenarbeiten im Dezember 2027 angekündigt. Der Zoo will flexibel reagieren. In der Sommersaison sei der Durchgang gesichert, so Endlicher. Sie bezeichnet die Einschränkungen als große Herausforderung für den Zoo.

Verkehrsanpassungen durch die RSAG

Mit Beginn der Bauarbeiten ab Oktober/November wird der Straßenbahnbetrieb auf dem rund 700 Meter langen Abschnitt zwischen Zoo und Neuem Friedhof eingestellt. Die Haltestelle Neuer Friedhof ist dann nicht mehr mit der Straßenbahn erreichbar. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) richtet einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Die Buslinie 29 fährt tagsüber verstärkt im 20-Minuten-Takt von Wüsteney über den Neuen Friedhof, Campus Südstadt, S-Parkstraße, Ostseestadion bis zum Zoo. Ergänzt wird das Angebot durch die Linie 102 von Rebus. Die Straßenbahnlinie 6 verkehrt während der Öffnungszeiten des Zoos weiterhin zwischen Campus Südstadt und Zoo, allerdings in Rückwärtsfahrt zwischen Platz der Jugend und dem Zoo.

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