Das Burgfest in Neustadt-Glewe, das vom 29. bis 31. Mai stattfindet, wird sich in diesem Jahr mit einer Mischung aus bewährtem Konzept, aber auch vielen Neuigkeiten den Besuchern präsentieren. Auf den kurzen Nenner gebracht könnte man sagen: Die Ritter lösen in diesem Jahr die früher dominierenden Wikinger ab. Doch das wäre zu kurz gedacht, ist sich Karen Tappe von der Stadtverwaltung sicher. „Ja, es stimmt, die Ritter werden die Darstellungen dominieren, da geht es um die Zeit vom 11. bis zum 14. Jahrhundert. Wir haben aber zusammen mit allen Beteiligten das Konzept umgestellt und setzen auf noch mehr Familienfreundlichkeit und Abwechslung.“ Die neue Epoche, die nun im Mittelpunkt steht, passt auch prima zur Burg Neustadt-Glewe, die aus dem 12. Jahrhundert stammt.
Die großen Schlachten, wie bisher üblich, sollen beim Burgfest nicht mehr geschlagen werden, obwohl es natürlich viele Vorführungen, auch der Ritter geben soll. Besucher sollen mehr als bisher an vielen Stellen erleben. Ergebnis sind jetzt zum Beispiel drei Bühnen auf dem Gelände, die entsprechend verteilt werden, sodass für die Besucher an vielen Stellen etwas zu erleben sein wird. Viele Rittergruppen konnten in den vergangenen Monaten von der Stadt gewonnen werden. Einige haben schon Erfahrungen auf dem Burgfest sammeln können, andere kommen neu hinzu. Diese werden jedoch nicht die eine große Schlacht wie bisher schlagen. Vielmehr gibt es für die Besucher mehr Möglichkeiten, bei kleineren Rüstschauen dabei zu sein und auch Teile der Ausrüstung zu probieren. „In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt noch mehr auf der unterhaltsamen Art“, weiß Tappe. Pferde sollen wieder eine große Rolle spielen, es werde mehr Händler als bisher geben, ein Falkner-Lager wird aufgebaut, mit einer Flugschau im Lager. Dazu kommen Künstler, beispielsweise auf dem Trapez. Die Organisatoren der Stadt konnten zudem viele darstellende Handwerker gewinnen. An jeder Ecke soll etwas zu entdecken und zu erleben sein, entsprechende Musikangebote inklusive.
Die Umstellung von den bisher dominierenden Wikingern hin zu den Rittern hat die Stadt nicht ganz freiwillig vollzogen. Doch nach dem Rückzug einer der seit Jahren prägenden Organisatoren musste umgedacht werden. Aus der anfänglichen Not wurde eine Tugend gemacht. Das neue Burgfest soll sich nahtlos mit einem leicht veränderten Charakter an seine Vorgänger anschließen. Wer dabei sein will, dem sei der Vorverkauf empfohlen. Zum einen kann man hier etwas Geld sparen, zum anderen umgeht man vor allem am Sonnabend des Fests die sonst unvermeidbaren Schlangen an den Kassen. Tickets gibt es hier oder telefonisch unter 038757/50065. In den vergangenen Jahren wurden an den drei Tagen des Burgfestes insgesamt 20.000 Besucher willkommen geheißen.



