CSU verliert Landratsposten im Berchtesgadener Land an Freie Wähler
Die CSU hat im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land den Landratsposten an die Freien Wähler verloren. Nach dem Rückzug von Bernhard Kern konnte sich Michael Koller von den Freien Wählern in der Stichwahl deutlich durchsetzen und wird neuer Landrat.
Stichwahl-Ergebnis mit klarem Vorsprung
Im Rennen um die Nachfolge von Landrat Bernhard Kern (CSU) siegte Michael Koller (FW) nach dem vorläufigen Ergebnis mit 64,6 Prozent der Stimmen. Der CSU-Kandidat Franz Rasp, bisher Bürgermeister des Marktes Berchtesgaden, musste sich mit 35,4 Prozent geschlagen geben. Koller, der auch im bayerischen Landtag sitzt, hatte bereits im ersten Wahlgang mit 36,9 Prozent vor Rasp gelegen, der 33,4 Prozent erhielt.
Hintergrund des Wahlkampfs
Bartl Wimmer, der als Bewerber der Grünen Chancen eingeräumt worden waren, schied mit 23,8 Prozent im ersten Durchgang aus dem Rennen aus. Der bisherige Landrat Bernhard Kern hatte entschieden, nach einer Amtszeit nicht erneut anzutreten. Der 58-Jährige kündigte an, Bürgermeister in der rund 3400 Einwohner großen Gemeinde Halblech im Ostallgäu werden zu wollen und setzte sich dort vor zwei Wochen ohne offiziellen Gegenkandidaten mit 90,1 Prozent durch.
Dieser Wechsel markiert einen bedeutenden politischen Umschwung in der Region und unterstreicht die wachsende Stärke der Freien Wähler in Bayern. Die CSU muss nun die Niederlage analysieren und ihre Strategie für zukünftige Wahlen überdenken.



