Drei starke Frauen führen das Mehrgenerationenhaus in Lychen
Das Mehrgenerationenhaus Erich Rückert in Lychen hat personelle Verstärkung erhalten und wird nun von einem Trio engagierter Frauen geleitet. Julia Gohlisch hat zu Beginn des Monats ihre Stelle als Projektassistentin angetreten und komplettiert damit das Team der hauptamtlich Beschäftigten. Zusammen mit Quartiersmanagerin Nancy Barkow und Mitarbeiterin Anne Helpap bildet sie jetzt das Führungstrio des Hauses, das vom Landesverband Brandenburg der Volkssolidarität e.V. getragen wird.
Vom Ehrenamt zur hauptamtlichen Position
Julia Gohlisch ist den Besuchern des Mehrgenerationenhauses bereits bestens bekannt. Die 37-jährige Lychenerin war zuvor über zwei Jahre als ehrenamtliche Helferin aktiv und übernahm faktisch sämtliche Bastelangebote im Familienzentrum. „Sie hatte bei uns begonnen und unterstützte das Team wie selbstverständlich bei Veranstaltungen“, berichtete Nancy Barkow. Als ausgebildete Kauffrau für Bürokommunikation mit Berufserfahrung in der privaten Wirtschaft ergriff Gohlisch die Chance, als die Volkssolidarität die Stelle der Projektassistentin ausschrieb.
„Ich arbeite gern mit Menschen zusammen, egal ob jung oder alt“, sagte Julia Gohlisch. Im Mehrgenerationenhaus passt diese Einstellung perfekt, denn durch die vielfältigen Projekte und Angebote kommen dort tatsächlich alle Generationen zusammen – von Kindern bis zu Senioren. Unter drei Bewerbern fiel die Wahl auf sie, was Quartiersmanagerin Barkow besonders freut: „Sie hat bereits einen großen Einblick in die Arbeit unseres Familienzentrums, über das sie jetzt auch angestellt wurde“.
Vielfältige Aufgaben und ambitionierte Projekte
Als Projektassistentin umfasst das Aufgabengebiet von Julia Gohlisch die Erarbeitung und Vorbereitung von Projekten in drei zentralen Bereichen:
- Das Bundesprogramm der Mehrgenerationenhäuser
- Das Familienzentrum des brandenburgischen Landesamtes für Soziales und Versorgung
- Die Pflege vor Ort in Zusammenarbeit mit der Stadt Lychen
Konkret gehören dazu die Ausarbeitung von Anträgen an Fördermittelgeber sowie die Nachweisführung der Mittelverwendung in Sachberichten. Der Kalender für kommende Vorhaben ist bereits randvoll gefüllt. „Wir haben gerade ein Projekt zur Nachbarschaftshilfe in Gang gebracht“, erklärte Nancy Barkow. Seit Ende vergangenen Jahres können sich Menschen, die sich von registrierten Nachbarschaftshelfern unterstützen lassen, ihre Auslagen erstatten lassen. Ein entsprechender Kurs am 24. März ist bereits voll belegt.
Weitere geplante Angebote und Ehrenamtsförderung
Auf dem Wunschzettel der MGH-Besucher stand unter anderem ein Erste-Hilfe-Kurs für Senioren, der sich ebenfalls in Vorbereitung befindet. Geplant ist dieser für den 1. April von 14 bis 16 Uhr, wofür das Team Fachleute der Johanniter gewinnen konnte. Von 20 verfügbaren Plätzen haben sich bereits 15 Senioren angemeldet.
Ein besonderes Anliegen ist dem Mehrgenerationenhaus die Wertschätzung ehrenamtlich Tätiger. Der bundesweite Ehrentag am 23. Mai soll mit besonderen Aktionen zwischen dem 16. und 31. Mai gewürdigt werden. Das MGH plant, sich für entsprechende Förderungen bei der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt zu bewerben, um die wichtige Arbeit der Freiwilligen angemessen zu honorieren.
Mit dem nun komplettierten Team aus drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen ist das Mehrgenerationenhaus Erich Rückert bestens aufgestellt, um die vielfältigen Bedürfnisse der Lychener Bevölkerung aller Generationen zu bedienen und das soziale Miteinander in der Stadt weiter zu stärken.



