Linke-Politikerin Eralp fordert Feiertage für jüdische und muslimische Feste
Eralp: Feiertage für jüdische und muslimische Feste

Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, Elif Eralp, hat sich für die Einführung gesetzlicher Feiertage anlässlich bedeutender jüdischer und muslimischer Feste ausgesprochen. Diese Idee sei ein Wunsch, der aus den Gemeinschaften an sie herangetragen wurde, erklärte sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Im Falle eines Wahlsiegs bei der Berlin-Wahl am 20. September wolle sie diesen Vorschlag prüfen.

Anerkennung und Wertschätzung

„Ich fände es ganz wichtig, wenn es jeweils einen gesetzlichen Feiertag zu einem jüdischen und einem muslimischen Fest gäbe“, sagte Eralp. „Das wäre eine Form von Anerkennung und von Wertschätzung.“ Die Politikerin betonte, dass dies ein Zeichen der Respektierung religiöser Vielfalt in der Hauptstadt wäre.

Konzept zum Schutz jüdischen Lebens

Eralp hat ein Konzept für den Schutz jüdischen Lebens in Berlin und gegen Antisemitismus erarbeitet, über das zuerst der „Tagesspiegel“ berichtete. Darin heißt es: „Perspektivisch sollen jüdische Feiertage Teil eines berlinweiten, modernen religionspolitischen Konzepts werden, das mehr Wahlfreiheit bei arbeitsfreien und schulfreien Tagen ermöglicht und religiöse Vielfalt real anerkennt.“ Die Belange jüdischer Menschen an ihren Feiertagen müssten in Schulen, Hochschulen und der Verwaltung stärker berücksichtigt werden, etwa bei Prüfungsterminen oder Arbeitsorganisation.

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Mehr Sichtbarkeit jüdischer Feste

„Wir wollen im Herzen Berlins jüdische Feste feiern und auch mit entsprechenden Symbolen und Beleuchtung im Stadtbild sichtbar machen“, so Eralp. Das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana gehöre genauso zu Berlin wie Weihnachten und das Zuckerfest am Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan.

Weitere Forderungen

In dem Papier fordert Eralp zudem verlässliche Schutzkonzepte für jüdische Initiativen, Räume und Geschäfte sowie ausreichende Angebote für jüdisches Leben, Religion, Kultur, Bildung und Erinnerungsarbeit. Sie regt ein Stipendienprogramm für in Berlin lebende jüdische Kulturschaffende sowie für den internationalen Austausch an. „Als Linke Berlin stehen wir unmissverständlich an der Seite von Jüdinnen und Juden sowie ihren Communitys und setzen uns dafür ein, dass jüdisches Leben in unserer Stadt sicher, sichtbar und selbstbestimmt gelebt werden kann“, betont Eralp. Initiativen zur Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus sowie für Dokumentation und Beratung müssten gestärkt werden.

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